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Die Schwestern vom Ku`damm: Jahre des Aufbaus [Rezension]

Erscheinungsdatum: 23. Oktober 2018
ISBN: 9783- 3805203371
Autor : Brigitte Riebe
Verlag: Wunderlich
Format: Hardcover/19,95€
Seiten: 432


KLAPPENTEXT

Berlin im Mai 1945: Es ist die Stunde Null, die Stadt liegt ebenso in Trümmern wie die Seelen der Menschen. Auch das Kaufhaus Thalheim am Ku’damm ist zerstört. Fassungslos stehen die drei Schwestern Rike, Silvie und Florentine vor der Ruine des einst so stolzen Familienunternehmens. Doch Rike, die Älteste, hat einen Traum: Sie will das Kaufhaus wieder aufbauen und mit raffinierten Stoffen und neuesten Modekreationen Farbe in das triste Nachkriegsberlin bringen. Nach der Währungsreform scheint es tatsächlich aufwärts zu gehen, die Menschen hungern nach Konsum und schönen Dingen. Doch die neuen Zeiten bringen neue Probleme. Als ein dunkles Geheimnis zutage tritt, das ein unrühmliches Licht auf das Kaufhaus und seine Geschichte wirft, müssen die Schwestern erkennen, dass die Vergangenheit noch immer lebendig ist…


MEINUNG

Der Start einer Trilogie, die nicht nur in meiner deutschen Lieblingsstadt spielt, sondern in der sich zu dem alles um ein traditionelles , Inhabergeführtes Warenhaus dreht fand sofort mein Interesse.  Die deutsche Nachkriegsgeschichte faszinierte mich schon in der Schule und so begann ich mit großen Erwartungen und einer ebenso großen Portion Vorfreude diesen Auftakt zur 50er Jahre Trilogie zu lesen.


Die Erzählweise der Autorin ließ mich sofort in das historische Berlin der Nachkriegszeit eintauchen und ließ wirklich auf keiner einzigen Seite Langeweile aufkommen. Mit Ihrem authentischen und fesselnden Schreibstil hat Brigitte Riebe einen spannenden Familienroman vor historischer Kulisse geschaffen, der mich oftmals an die früheren Erzählungen meiner Oma denken ließ. Sie schafft einen perfekten Spagat zwischen Tatsachen und Fiktion, zwischen den Schrecken der Vergangenheit und das Hoffen in die Zukunft.  Die Schrecken des Krieges stecken den Protagonisten des Romanes noch in den Knochen, und dennoch erfährt der Leser immer wieder wie wichtig der Glauben an eine bessere Zukunft und der winzigste Funken Hoffnung für die Menschen der Kriegsgeneration gewesen sind. Dagegen kommen einen die alltäglichen Luxusprobleme des 21. Jahrhunderts wahrlich klein vor und nicht selten verspürte ich beim lesen des Romanes Demut.


Bis ins kleinste Detail – und hier bemerkt man die Historikerin Brigitte Riebe – ist der Roman recherchiert.  Politische und Gesellschaftliche Strukturen der Nachkriegszeit werden durch die Familie Thalheim und ihre facettenreichen Familienmitgliedern real dargestellt und ließen bei mir als Leser eine völlig neue Art des Verständnisses für die Leistungen und Entbehrungen der Generation meiner Großeltern aufkommen.

Mein Fazit

Brigitte Riebe ist ein in historischer Hinsicht authentischer Familienroman , mit allen Höhen und Tiefen die man sich als Leser nur wünschen kann, gelungen. Spannend und Mitreißend bis zum Schluss lässt der Roman kaum einen Leserwunsch offen. Selten habe ich einer Fortsetzung so entgegen gefiebert wie bei diesem Buch. Leider muss ich mich damit noch bis zum Sommer des nächsten Jahres gedulden.


WERTUNG

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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