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Narbenherz [Rezension]

Erscheinungsdatum: 28. Juli 2021
ISBN: 9783- 3651000940
Autor : Anne Mette Hancock
Verlag: Fischer Scherz
Format: Paperback /15€
Seiten: 384


 

Wie in meiner Rezension zu „Leichenblume“ (dem Vorgänger ) versprochen, habe ich der Autorin eine zweite Chance gegeben und nun auch die Fortsetzung „Narbenherz“ gelesen. Für Lesefluss und -verständnis ist es nicht erforderlich den ersten Band der Reihe um die Investigativjournalistin Heloise Kaldan und dem Kommissar Erik Schäfer gelesen zu haben. Aber irgendwie rundet es die Reihe ab. Auch wenn ich den ersten Roman nur durchschnittlich bewertet habe, würde ich sagen, dass man ihn vorher lesen sollte.

Dreh – und Angelpunkt dieses skandinavischen Krimis ist das Verschwinden eines 10-Jährigen Jungen. Allein bei der bloßen Vorstellung zerreißt es mir als Mutter einer 5-Jährigen Tochter das Herz. Auch Erik Schäfer, der ermittelnde Kommissar und Heloise Kaldan hängen sich bei diesem Fall voll rein. Obwohl beide kinderlos sind ist Ihnen klar, dass jeder Tag, jede Stunde , ja jede Minute bei den Ermittlungen zählt. Die Anspannung des Ermittlungsteams ist zum greifen nah und stetig spürbar. Die Atmosphäre knistert vor Spannung . Von Anfang an habe ich mitgefiebert und versucht die zusammenhangslosen Schnüre in den Ermittlungen selber zu einem sinnvollen Bild zusammen zufügen. Aber genau wie die Hauptcharaktere des Buches hatte ich dabei meine Schwierigkeiten. Zum einen hat mich diese Tatsache beim lesen immer unruhiger werden lassen, zum anderen macht dies den Reiz beim lesen eines Krimis aus . Je weiter die Handlung fort schritt, desto spannender wurde das Buch für mich.

Neben der Handlung ist aber auch die Gestaltung der Charaktere diesmal besser gelungen als im Vorgänger- Buch .Im Mittelpunkt steht diesmal wieder das Privatleben von Heloise. Sie kämpft mit den Dämonen der Vergangenheit und steht vor wichtigen privaten Entscheidungen die Zukunft betreffend. Die persönliche Seite wird in diesem Roman so simpel und fließend mit dem kriminalistischen Plot verknüpft, dass man zu keiner Zeit den Eindruck hat , dass die Verkettung dieser zwei Handlungsstränge auf irgendeine Art und Weise erzwungen oder unecht ist . Nichts wirkt konstruiert oder künstlich. Im Gegenteil. Der Autorin scheint es hier mit einer gekonnten Leichtigkeit gelungen Privates und Berufliches so geschickt miteinander zu verknüpfen, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht . Heloise wirkt realistisch und menschlich wie kaum eine andere Crime-Protagonistin die mir in den vergangenen Jahren begegnet ist. Dieses Buch zeichnet sich somit nicht nur durch einen spannenden Plot, sondern vor allem durch eine enorme Portion Authentizität aus. Über das Ende des Krimis kann ich – ohne allzu viel zu verraten – sagen, dass es eine echte Überraschung gegeben hat was die Auflösung des Falls angeht.


WERTUNG

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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