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Das Erbe – Rezension

Erscheinungsdatum: 28. Oktober 2019
ISBN: 9783- 3328104025
Autor : Ellen Sandberg 
Verlag: Penguin Verlag
Format: Broschur/15€
Seiten: 513


KLAPPENTEXT


Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

©Penguin Verlag


MEINUNG

Bereits zu Beginn des Jahres konnte mich das Buch „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg (Die Rezension dazu findet ihr hier) begeistern. Auch in „Das Erbe“ verknüpft die Autorin wieder die Geschichte des Nationalsozialismus mit dem der Gegenwart. Ihrem Anspruch, die Verbrechen der NS-Zeit nicht zu vergessen wird sie mit diesem Roman , der eine Mischung aus Spannungs- und Familienroman darstellt, allemal gerecht.

Wie eine Spinne strickt sie als Autorin ein Netz aus Lügen, Habgier und Neid und ließ mich als Leser lange Zeit im Dunkeln über die tatsächlichen Verstrickungen und Hintergründe. Von Anfang an wird der Leser mit der Frage nach der Schuld konfrontiert, die allerdings immer wieder durch nicht vorhersehbare Ereignisse und Wendungen in ein anderes Licht gerückt wird. Ich war hin- und her gerissen wie selten von einem Buch und seinen Figuren.

In erzählerischer Hinsicht ist Ellen Sandberg meiner Meinung nach ein noch besserer Roman gelungen als dem Vorgänger. Die vielen erzählerischen Seitenstränge erfordern zwar beim Lesen eine Hohe Aufmerksamkeit, diese wird allerdings durch  die vielen inhaltlichen Facetten und die damit verbundene Abwechslung und Tiefe aufgewogen. Der Schreibstil ist klar und flüssig, das perfekte Gegenstück zu der komplexen Familiengeschichte in die ich hier eintauchen durfte.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende mitgerissen. Eine spannende Familiengeschichte wird verknüpft mit dem Thema Recht und Gerechtigkeit und lässt viel Spielraum für eigene Gedankengänge ( was ich in Verbindung mit der Thematik als sehr wichtig empfinde).

Mein Fazit

Ein spannungsgeladener Familienroman, vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus, der zeigt wie weitreichend und langfristig die Folgen der vergangenen Handlungen sein können. Das überraschende Ende rundet die Geschichte zudem sehr schön ab.


WERTUNG

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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