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[Rezension] Als Larson das Glück wiederfand

Erscheinungsdatum: 16 . August 2016
ISBN: 97833845825991
Autor : –
Verlag: Ars Edition
Format: Bilderbuch ab 5 Jahren
Seiten: 40
Preis: 15€


Vorletzte Woche erhielt ich von Ars Edition ein tolles Rezensions-Paket. Darin enthalten war auch das Bilderbuch „Als Larson das Glück wiederfand“. Abends setzte ich mich mit dem Bilderbuch auf unser Sofa . Zunächst skeptisch auf Grund der dunklen Illustrationen begann ich mich mit jeder weiteren gelesenen Seite mehr und mehr für das Bilderbuch zu begeistern. Auch die folgenden Abende nahm ich es immer wieder zur Hand. Und so langsam begann ich zu schätzen, dass die Illustrationen in zwar dunklen, aber dennoch warmen , erdigen Tönen gehalten waren. Es fühlte sich gut an , durch das Bilderbuch zu blättern und die zwar vage gehaltenen , aber dennoch detailgetreuen Zeichnungen zu betrachten.

Selten habe ich ein solch emotionales Kinderbuch in den Händen gehalten (und glaubt mir als gelernte Buchhändlerin sind bereits einige Kinderbücher durch meine Finger gewandert).

Larson, ein einsamer und offensichtlich unglücklicher alter Mann steht im Mittelpunkt dieser Geschichte , die für Kinder ab 5 Jahren gedacht ist. schnell wird klar, dass Larson seitdem Tod seiner Frau alles andere als glücklich ist, Immer wieder werden die düsteren Illustrationen der Gegenwart unterbrochen durch die farbenfrohen Erinnerungen an die Zeit mit seiner Frau. Das Haus in dem er inzwischen einsam und verlassen lebt ,steckt voller Erinnerungen an eine glücklichere Zeit. Die jungen Leser begleiten nicht nur auf einem Streifzug durch sein Haus, sondern auch oder vor allem auf ein Streifzug durch sein Leben. Es scheint traurig und trostlos, bis eines Tages ganz unverhofft der Nachbarsjunge vor seiner Tür steht. Der Wendepunkt in Larsons Leben, mit dem er ganz unverhofft sein Glück und seine Lebensfreude wieder findet (mehr möchte ich an dieser Stelle eigentlich nicht verraten).

Das Buch zeigt nicht nur auf einfühlsame Art und Weise wie es oftmals um die ältere Generation in unserer Gesellschaft bestellt ist, sondern vor allem , dass die scheinbar kleinen Dinge im Leben oftmals viel mehr Wert sind, als man Ihnen bereit ist zuzusprechen.

Ich persönlich empfinde die Illustrationen nicht als unangemessen. Im Gegenteil, der alte Larson ist nun mal ein alter, einsamer Mann. Die Illustrationen wie auch der Text spiegeln sein Leben realistisch wieder . Und selbst zum Ende hin, als der alte Mann endlich wieder das Glück und seine Lebensfreude wiederfindet, bleiben die Illustrationen ihrem bisherigen Farbschema treu.

 


Unser Fazit:

Martin Widmarks Bilderbuch schafft es das Thema des „älter werdens “ und „einsam sein“ auf kindgerechte Art und Weise zu erzählen und zeigt, das das Leben niemals hoffnungslos ist. Mit leisen, aber durchaus ernsten Tönen wird hier eine zauberhafte Geschichte mit einem wunderbaren Happy End (was für mich ganz wichtig ist )erzählt .

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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