Bücher · Thriller

Winterland [Rezension]

Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2021
ISBN: 9783- 3764507244
Autor : Kim Faber 
Verlag: Blanvalet Verlag
Format: Paperback /15€
Seiten: 624


Ich muss gestehen, dass mir der Thriller „Winterland“ vor allem auffiel, weil er in Dänemark spielt . Seitdem ich vor 2 Jahren, dass erste Mal dort Urlaub machte, habe ich eine Schwäche für Bücher aus Dänemark.

Winterland ist dabei der Auftakt zu einer neuen Krimireihe , in welcher das Duo Martin Juncker und Signe Kristiansen ermitteln. Natürlich hatte ich auf ein spannendes Buch gehofft, doch das ich dann solch ein vielschichtiges und spannungsgeladenes Buch lesen würde hatte ich nicht erwartet.

Besonders gefallen hat mir der inhaltliche Aufbau des Buches und die zunächst scheinbar nicht miteinander verbundenen Gegensätze. Da haben wir Martin Juncker, der nach einem beruflichen Fauxpax sozusagen in das kleine beschauliche Örtchen Sandsted , irgendwo in der dänischen Provinz, strafversetzt wurde .Dort leitet er nun zusammen mit 2 völlig unerfahrenen Polizisten die örtliche Polizeistation wo der erste Fall überraschender Weise nicht auf sich warten lässt. Ein brutal ermordeter Mann, sowie dessen zunächst spurlos verschwundenen Frau erfordern all seine berufliche Erfahrung. Und dann haben wir in der Hauptstadt Kopenhagen Signe Kristiansen, Martin Junckers ehemalige Kollegin, die sich mit einem Anschlag auf den Kopenhagener Weihnachtsmarkt und die Verfolgung der Täter auseinander setzen muss. Das beide Fälle unmittelbar miteinander zusammenhängen wird nach und nach nicht nur dem Leser, sondern auch den Ermittlern vor Ort klar.

Ehrlich gesagt bin ich schon immer ein Fan von unterschiedlichen Handlungssträngen gewesen bin, die dann aufeinander zulaufen , um schließlich zu einem Strang zusammen zulaufen. Auch wenn in Winterland ziemlich viel Zeit vergeht bis dies geschieht kann ich sagen, dass das Buch an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig gewesen ist. Im Gegenteil, die Komplexität der Fälle und die politischen Verstrickungen haben das ganze erst richtig interessant und spannend gemacht. Endlich hielt ich mal wieder ein Buch in den Händen, welches ich Abends einfach nicht zur Seite legen konnte.

Neben dem Plot sind aber auch die Charaktere mehr als gelungen. Sie sind ebenso authentisch , wie vielschichtig. Auch wenn hier das ein oder andere Klischee bedient wird muss ich sagen, dass ich die Charaktere als sehr ausgefeilt und menschlich empfunden habe. Martin Juncker muss sich nach seiner Degradierung auch noch mit seinem dementen Vater „rumschlagen“ und ich muss sagen, dass mir diese Szenen teilweise sehr nahe gegangen sind. Signe hat auch mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen, seitdem ein Kollege ihr näher gekommen ist als von ihr gewollt (mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten). Die Charaktere werden hier als fehlbare Personen mit Ecken und Kanten dargestellt und bieten so ein hohes Identifikationspotential, was ich sehr zu schätzen weiß. Nichts ist schlimmer als ein unfehlbarer, aalglatter Ermittler.

Der Thriller ist nicht nur gemessen an der Seitenzahl sehr umfangreich sondern vereint viele , teilweise auch sozialkritische Probleme , gepaart mit einem spannenden Plot und einer interessanten Figurenkonstellation.

Spannend und vielschichtig ist dem Autoren-Duo hier ein wirklich empfehlenswerter Auftakt gelungen, deren Fortsetzung ich gespannt entgegenfiebere. Band 2 erscheint leider erst nach Weihnachten, so dass ich mir das Buch dann wohl ans eigenes Neujahrsgeschenk gönnen werde.


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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