ab 4 Jahren · ab 5 Jahren · Buchtipps

Zwei warten auf Schnee [Rezension]

Erscheinungsdatum: 20. September  2021
ISBN: 9783- 3219119190
Autor : Jan Kaiser
Verlag: Ueberreuter 
Format: 14,95€
Seiten: 32


 

Mit 5 Jahren sind großformatige Bilderbücher bei meiner Tochter immer noch die Favoriten unter den Büchern. Als ich nach einem passenden winterlichen / weihnachtlichen Buch auf der Suche gewesen bin erhaschte „Zwei warten auf Schnee“ sofort meine Aufmerksamkeit. Wer könnte auch an diesem Cover vorbei gehen, auf dem Hase und Schneemann , augenscheinlich abwartend , auf einer Bank mitten im grünen sitzen? Zu Füßen eine Kiste Weihnachtsschmuck.

Als ich dann noch die Inhaltsangabe las, stand fest , dass ich das Büchlein unbedingt unser Eigen nennen wollte. Schneemann Schorsch und Schneehase Holm sind ungeduldig. Wer kennt es nicht? Sie warten sehnsüchtig auf den ersten Schnee und weil dieser einfach nicht kommt, versuchen sie alles um den Schnee herbei zulocken. Dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Sie basteln Papierflocken, singen Schneelieder und versuchen sogar auf aberwitzige Weise die Luft mit Hilfe eines Kühlschrankes zu kühlen.

Hier ist ein wirklich wunderbar heiteres Kinderbuch gelungen, welches nicht nur mit einer witzigen Geschichte aufwartet, sondern an ganz vielen Stellen auch mit einer guten und Portion Wortwitz. Die Länge und Ausdrucksweise sind Kindern ab 5 Jahren angemessen, und wenn man ehrlich ist findet man sich an der ein oder anderen Stelle im Buch fast selber wieder. Im vergangenen Jahr bin ich so oft mit meiner 4 Jährigen Tochter zur Kita gegangen und habe „Schneeflöcken, Weißröckchen “ gemeinsam mit ihr gesungen. Der Hintergedanke war bei uns nicht selten dergleiche wie bei Holm und Schorsch, wir wollten nämlich auch die Schneeflocken auf die Erde locken. Und auch wenn wir Erwachsenen oftmals über den Schnee im Winter fluchen, wenn wir ehrlich sind wünschen wir uns doch eigentlich auch weiße Weihnachten.

Und das ist einer der Punkte, warum ich dieses Bilderbuch so mag. Meistens spielen winterliche Bücher vor einer schneeweißen Kulisse. Es ist kalt und schneit . Aber eigentlich sind all diese Bücher eher unrealistisch. Winter mit Temperaturen um die minus 20 Grad kenne ich selber nur noch aus meiner Kindheit (die schon gut 30 Jahre zurück liegt). Ebenso wie die bis zu zwei Meter aufgetürmten Schneemassen. „Zwei warten auf Schnee“ könnte im Bezug auf die aktuellen klimatischen Verhältnisse im Winter nicht realistischer sein.

Die Illustrationen des Buches unterstreichen die Handlung so gelungen, dass man allein anhand der Bilder die Geschichte erzählen könnte. Sie sind sehr ausdrucksstark und so voller Elan, dass man alleine schon vom Anschauen schmunzeln muss.

Das Ende des Buches hat mir richtig gut gefallen. Ich möchte nicht allzu viel verraten , aber mir hat es ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das Buch endet genauso originell wie es sich von Seite zu Seite gibt.

Ein Kommentar zu „Zwei warten auf Schnee [Rezension]

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