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Der Schattenmörder [Rezension]

Erscheinungsdatum: 17. August 2020
ISBN: 9783-3352009211
Autor: Alex North
Format: Broschur
Verlag: Blanvalet
Preis: 13€
Seiten : 416


Klappentext

Niemals hat Paul den Tag vergessen, an dem er Charlie Crabtree in der Schule zum ersten Mal begegnete. Charlie mit seinem überlegenen Lächeln und den dunklen Fantasien, mit denen er Paul in seinen Bann zog. Sie waren Freunde. Bis zu dem Tag als Charlie den Mord beging und danach spurlos verschwand. Fünfundzwanzig Jahre später kehrt Paul erstmals in seine Heimatstadt zurück. Seine Mutter liegt im Sterben, die Pflegerin hat ihn alarmiert. Gleich nach seiner Ankunft passieren seltsame Dinge. Die Mutter behauptet, jemand sei im Haus gewesen, und als Paul den Dachboden betritt, findet er alles übersät mit blutig-roten Handabdrücken. In der Stadt bemerkt Paul, dass ihn jemand verfolgt, und er beginnt sich zu fragen: Was geschah damals mit Charlie Crabtree am Tag des Mordes? Unheimlich, beklemmend und nervenzerreißend spannend – der neue Roman von Alex North.

Meinung

Alex North, denn kennst du doch. Das war mein erster Gedanke als ich „Der Schattenmörder “ im Internet entdeckte. Stimmt, ich hatte bereits vor einiger Zeit hier, „Der Kinderflüsterer“ rezensiert, den ich allerdings nur mittelmäßig fand. Umso gespannter war ich auf das zweite Buch des Autors, vor allem weil mich der Klappentext ansprach.

Dieser klang nach einem spannenden Psychothriller auf verschiedenen Zeitebenen.

Das Buch habe ich relativ zügig durchgelesen und gerade zum Ende hin nahm die Spannung auch noch mal ordentlich an Fahrt auf. Doch alles in allem muss ich sagen, dass das Buch (die Handlung, die Atmosphäre) nur mittelmäßig bei mir punkten konnten. Ich bin hin und hergerissen zwischen einer Empfehlung für dieses Buch, weil es doch einige gute Überraschungsmomente gab, und einem „Muss man nicht unbedingt lesen“ weil die Spannung sich doch erst allmählich aufgebaut hat und mich das Buch erst zum Ende hin richtig fesseln konnte.

Es gibt ingesamt 3 verschiedene Erzählperspektiven , Paul (heute und damals) sowie Amanda die Polizistin heute. Es war nicht schwierig den 3 Erzählebenen zu folgen und sorgte durchaus für Abwechslung beim lesen. Auch die psychologische Ebene ist meiner Meinung nach sehr gut getroffen. Mir läuft es immer noch Eiskalt den Rücken herunter wenn ich daran denke, dass im Mittelpunkt des Buches 2 Teenager stehen, die eine(n) Gleichaltrige(n) ermorden. Vor allem wenn man bedenkt, dass dieser Plot nicht völlig an den Haaren herbeigezogen ist , sondern durchaus einen realistischen Hintergrund hat. Auch die Luziden Träume die hier Dreh- und Angelpunkt sind fand ich interessant und spannend . Diese fügten sich sehr gut in den gesamten Plot ein. Die Charaktere blieben für mein Empfinden auch teilweise zu Schemenhaft und oberflächlich. Vielleicht war dies aber auch einfach der Fülle an Figuren und den verschiedenen Zeitebenen geschuldet.

Die Atmosphäre war dem Thema allerdings angemessen. Bedrückend und Beklemmend von der ersten bis zur letzten Seite. Nicht nur die Figuren, sondern auch der Schauplatz des Geschehenes: eine triste, ärmliche Kleinstadt aus der man eigentlich nur fliehen möchte sobald man Erwachsen ist, obwohl man schon als Teenager weiß, dass es nur schwer sein wird dieser Umgebung zu entkommen. Ein eiskalter Schauer lief mir nicht nur einmal während des Lesens über den Rücken, und ein bisschen fühlte man sich an einen guten , alten Gruselroman erinnert.

Ein Thriller mit einer gelungene Atmosphäre, die jedoch die übrigen Schwachstellen des Buches nicht kompensieren kann. Das Thema der Luziden Träume ist interessant für einen Thrillerplot und hat sich gut in die Atmosphäre eingefügt. Dennoch nur ein Mittelmäßig von mir für dieses Buch.

WERTUNG

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Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

2 Kommentare zu „Der Schattenmörder [Rezension]

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