ab 5 Jahren · Allgemein · Buchtipps

Opa und der fliegende Hund [Rezension]

Erscheinungsdatum: 13 . Oktober 2020
ISBN: 9783-3401715919
Autor :  Anna Lott
Verlag: Arena
Format: Bilderbuch ab 5 Jahren
Seiten: 32
Preis:  13€


Karla hat Ihren Opa verloren. Sie hat viel Zeit mit ihm verbracht, und das er nun für immer fort sein soll, dass versteht sie nicht so wirklich. Eines Tages sitzt auf Opas Gartenbank ein großer Hund, der Karla an Ihren geliebten Opa erinnert. Sie erlebt mit Ihm einen ganzen Tag, und stolpert dabei immer wieder über liebevolle Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Ihrem Opa. In Ihrer Trauer flüchtet sich Karla in all die schönen Erinnerungen , bis sie schließlich zu begreifen begreifen , dass ihr Opa wirklich und für immer Weg ist. Am Ende trifft sie die Erkenntnis, dass Erinnerungen an einen verstorbenen Menschen dafür sorgen, dass er doch noch irgendwie da ist und nicht vergessen.

Der Autorin ist hier ein wunderschönes und poetisches Bilderbuch gelungen mit denen Kinder ein Weg aufgezeigt wird mit der Trauer und dem daraus resultierenden Schmerz umzugehen. Es zeigt wie wichtig es ist, an den gemeinsamen Erinnerungen festzuhalten und die eigenen Gefühle über diesen Verlust zuzulassen.

Trotz des traurigen Themas sprudeln das Buch und vor allem die Illustrationen vor Lebensernergie. Die Erinnerungen von Klara sind bunt und farbenfroh, genauso wie die Zeit mit Ihrem Opa. Indirekt werden hier die verschiedenen Trauerprozesse dargestellt, aber auf eine sehr einfühlsame Art und Weise. Mir gefällt es, dass nicht verschwiegen wird, dass mit der Trauer und dem Verlust eines geliebten Menschen auch dunkle Augenblicke einhergehen. Als Karla begreift, dass Opa für immer weg ist, fängt sie an zu weinen. Die Illustration der entsprechenden Doppelseite ist dunkel und einfach gehalten, doch schon auf der nächsten Seite wird Karla aus diesen Tief herausgerissen. Ihre Eltern sind für sie da und zeigen Ihr, dass das Leben auch nach Opas tot weiter geht.

Kinder lernen mit diesem Buch ihre Trauer zuzulassen. Sie sehen Klara weinen und lernen , dass es ok ist seine Gefühle und Emotionen herauszulassen, ein ganz wichtiger Beitrag zum Trauerprozess. Und genau darum geht es hauptsächlich in diesem Buch, um den Umgang mit der Trauer und seinen Gefühlen. Abschied im weitestgehenden Sinne. Der Tod an sich wird hier kaum thematisiert, Opa ist bereits verstorben als wir auf Klara treffen. Und durch die poetische Erzählweise würde ich das Buch auch genau der Altersempfehlung des Verlages zusprechen: ab 5 Jahren.

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