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Das Faultier und die Motte [Rezension]

Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2020
ISBN: 9783-3570177181
Autor : Emilia Dziubak
Verlag: ars Edition
Format: Bilderbuch ab 3 Jahren
Seiten: 32
Preis: 14 €


Das Thema Freundschaft ist uns in den vergangenen Jahren oftmals in Bilderbüchern über den Weg gelaufen. Meistens in Form einer tierischen Geschichte. Hier nun wird das Thema auf eine völlig andere Art und Weise aufbereitet. Es handelt sich weder um eine reine erzählende Geschichte, noch um ein Sachbuch, sondern kombiniert beides auf eine phantasievolle Art und Weise. Aufmerksam geworden bin ich auf das Buch vor allem durch Emilia Dziubak, die dieses Bilderbuch auf eine wundervolle Art und Weise illustriert hat.

Worum geht es ? Wir begleiten Kater Homer auf der Suche nach einem für ihn geeigneten Freund und treffen dabei auf die verschiedensten Freundschaften aus der Tierwelt. Dabei werden zahlreiche Beispiele nach unterschiedlichsten Freundschaften geclustert. So gibt es die “heimlichen Freunde”, die gar nicht wissen das sie einander helfen, wie Elch und Mustkäfer, oder aber auch die “falschen Freunde” wie die Venusfliegenfalle und die Fliege.

Jede der großformatigen Doppelseiten ist einer bestimmten Art von Freundschaft gewidmet und die Kinder können die verschiedensten Tiere und Pflanzen auf den detailreichen Illustrationen betrachten. Der Sachtext ist kurz gehalten, was ich für die Altersempfehlung ab 3 auch geeignet finde. Dennoch habe ich beim betrachten und vorlesen des Buches gemerkt, dass meine Tochter viel mehr an den Illustrationen als am Text interessiert ist. Manche der Tiere werden mit lateinischen Namen wiedergegeben, was ich für das Alter zum einen recht früh finde, zum anderen fehlt mir hier die Kontinuität, weil dies nämlich nicht bei allen Tieren und Pflanzen so gehandhabt wurde.

Für etwas ältere Kinder gibt es am Ende eine Art Freundschaftstest, in dem man bestimmen kann welcher Freundschaftstyp man ist. An sich eine nette Sache, aber für mich kein Muss . Schöner fand ich da schon das kleine Labyrinth- Rätsel auf der letzten Doppelseite. Beides fügt sich für mich jedoch nicht so ganz in die Gesamtheit des Bilderbuches.

Für kleinere Kinder sind vor allem die Illustrationen interessant und aufregend. Der Text ist allerdings erst für ältere Kinder interessant, dann aber schon etwas zu knapp gehalten. Das Buch lebt vor allem von und durch die Illustrationen und dem kleinen Resümee am Ende der Geschichte, nämlich das es Zuhause doch am schönsten ist und Freunde manchmal ganz unverhofft dort auf einen warten wo man es nicht für möglich gehalten hätte.

Ich tue mich wirklich schwer,dass Buch einer Altersgruppe zuzuordnen,da vor allem der Text seine Schwächen hat. Anderenfalls hätte ich mir gut vorstellen können, das dieses ungewöhnliche Sachbilderbuch Kinder über mehrere Jahre begleitet , in dem sich diese zuerst auf die Illustrationen stürzen und dann 2 oder 3 Jahre später mit den tierischen Fakten auseinander setzen können.

Vielen Dank an den Verlag Ars Edition  für das Rezensionsexemplar.

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