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Diagnose Gerinnungsstörung [Kiwu]

 

Heute werde ich 35 Jahre alt. Ich habe eine eigene kleine Familie. Einen Lebensgefährten, eine 3 Jährige Tochter und einen fast 13 Jahre alten Cocker Spaniel. Aber ich habe auch 2 Kinder die nicht für Jedermann sichtbar sind. Ich verlor wie so viele anderen Frauen auch meine Kinder noch während der Schwangerschaft. Sascha, unser erstes Kind, in der 10 Schwangerschaftswoche und Henry unser 2. Kind in der 18 . Schwangerschaftswoche. Ich bin 3-fache Mama – nicht für Jedermann sichtbar.

Heute vor 4 Jahren erfuhr ich den Grund für den Verlust meiner zwei Kinder. Traurig, dass man an seinem 31. Geburtstag erfährt wieso man seine Kinder verlor? Ja und nein. Der Gerinnungsmediziner zu dem ich am 29.12.2015 ging war der einzige Mensch der mir Hoffnung in dieser Zeit gab. Schon an diesem Tag, nur kurze Zeit vor der endgültigen Diagnose als er sich meine Geschichte schildern ließ und ich 16 Röhrchen voller Blut in seiner Praxis abgeben musste, waren seine Worte ALLES an dem ich mich festhalten konnte. Er schenkte mir Hoffnung indem er sagte, es sähe gut aus in der Hinsicht, das er mir helfen könne. Und tatsächlich , nur 23 Tage später an meinem 31. Geburtstag war klar, dass ich an einer Gerinnungsstörung litt, die meinen beiden ersten Kindern das Leben kostete.

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Aber genauso klar war, dass er mir bei einer erneuten Schwangerschaft ( die inzwischen schon völlig überrraschend und ungeplant eingetreten war) würde helfen können . Helfen dabei , mein so sehnlichst gewünschtes Kind zu behalten und nicht wieder zu verlieren. An diesem 21. Januar bin ich in der 5. Schwangerschaftswoche schwanger gewesen, und war nicht nur ängstlich ob einer neuen Fehlgeburt sondern mein Herz strahlte auch voller Zuversicht. Ein Auf und Ab der Gefühle begann.


Als unsere Tochter am 11. September 2016 geboren wurde erhielt mein Gerinnungsarzt die erste Karte zur Geburt von uns. (vielleicht hängt diese inzwischen zwischen all den anderen Geburtskarten der Kindern, denen er auf seine Art zum Leben verholfen hat). Die zweite erhielt meine Frauenärztin, die mich entgegen der üblichen Vorgehensweise bereits nach einer 2. Fehlgeburt (und nicht erst wie von den Krankenkassen vorgesehen nach der 3.) zum Spezialisten schickte. Heute weiss ich was passiert wäre, wenn sie dies nicht getan hätte, aber darüber möchte ich nicht nachdenken.

Ich werde nicht vergessen , wer mich an diesem Tag und bei diesem schweren Gang am 21. Januar 2016 begleitete. Meine über alles geliebte Schwester. Sie war da für mich, als wir Sascha verloren. Ich bürdete ihr diese Schwere Last des Wissens auf, denn lange Zeit war sie die einzige aus der Familie die von unserem Verlust wusste. Sie war da als ich Henry still zur Welt brachte und auch bei seiner Beerdigung. Und als ob der Kreis sich dann schließen sollte , war sie auch dabei als unsere Bella gesund und munter auf die Welt kam. Danke

 

 

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