Allgemein · Kleinkind · No mommy is perfect

Fahrradhelm – für uns ein Muss

Für uns, das heisst für mich und vor allem für meine Tochter hieß es von Anfang an schon immer:

“ Safety First – Niemals ohne Helm“.

 

Egal ob wir mit dem Laufrad , dem Roller oder gemeinsam auf meinem Damen-Fahrrad unterwegs sind , der Helm ist immer dabei und aus einer Pflicht inzwischen ein Automatismus geworden. Immer noch spricht unsere Tochter relativ wenig, aber das Wort „Helm“ wird häufig benutzt und ganz automatisch greift sie an Ihrer Garderobe nach Ihrem Helm, wenn es heisst, dass wir mit dem Laufrad oder dem Roller raus gehen. Bei uns ist es also kein Thema, ob ein Helm angezogen wird oder nicht.

Doch wie sieht es in unserem Umfeld aus?

Oft erlebe ich, dass Mütter danach fragen, ob andere Eltern Ihren Kindern beim Laufrad- oder Roller fahren einen Helm aufsetzen. Im Straßenverkehr für mich ein absolutes Muss. Aber auch wenn man nur in der eigenen Hofeinfahrt mit dem Kind fährt, sollte ein Helm doch immer Pflicht sein. Kinder probieren sich aus, fahren die Einfahrt runter, im wahrsten Sinne über Stock und Stein und sollten allein deswegen schon einen Schutz tragen.

Die Eltern als Vorbild

Natürlich fahre auch ich niemals ohne Helm. Ich selber lege ebenso Wert auf Sicherheit wie bei meinem Kind. Ich werde nie verstehen, wie Eltern mit dem erhobenen Zeigefinger neben Ihren Kinder stehen und das aufsetzen des Helmes verlangen, selber aber ohne fahren. Tatsächlich beobachte ich im Alltag oft das bei gemeinsamen Unternehmungen die Kinder ganz vorbildlich einen Helm tragen, Mama oder Papa aber ohne hinterher fahren. Die Diskussionen über das tragen eines Helmes sind da meiner Meinung nach vorprogrammiert.

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Statistiken belegen übrigens, das Kinder mit zunehmenden Alter häufiger den Helm weglassen, wenn Eltern oder Großeltern dies ebenfalls tun. Also geht mit gutem Beispiel voran.

 

Hier ein paar Fakten:

Im Jahr 2016 sind insgesamt 81.274 Menschen bei Unfällen mit dem Fahrrad verletzt wurden. Davon 9.236 bis 15 Jahre. 1.1140 wurden dabei schwer verletzt und 4 getötet.

Quelle: https://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/bmvi-projekte/radfahrer/unfallstatistik-radfahrer.html

Die meisten Grundschulkinder tragen in Deutschland beim Radfahren einen Helm. 76 Prozent der Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren fahren oben mit, so die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Bei den Jugendlichen, den 11- bis 16 Jährigen, sinkt die Helmtragequote dann auf 34 Prozent.

Nach aktueller Studienlage kann ein leichtes Schädelhirntrauma im Kindesalter zu Entwicklungsverzögerungen und im Erwachsenenalter zu langfristigen kognitiven Leistungsminderungen führen.“ (Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie)

 

Worauf solltet ihr achten?

Natürlich muss der Helm die entsprechende Größe haben. Ein zu großer Helm schützt bei einem Aufprall nicht genügend, ein zu kleiner Helm wiederum verursacht Druckstellen und im schlimmsten Fall Kopfschmerzen. Ich empfehle da an erster stelle den Gang in das Fachgeschäft, denn dort seit ihr in der Regel gut beraten und man kann euch direkt vor Ort den Helm einstellen und Euch erklären wie es geht.

Solltet Ihr den Helm jedoch bestellen, könnt Ihr Vorher mit Hilfe eines Maßbandes den richtigen Umfang des Kopfes ausmessen und entsprechend bestellen.

Nach dem Kauf muss er entsprechend eingestellt werden, dazu wird er gerade auf den Kopf gesetzt, das heißt die Schläfen, Stirn und Hinterkopf des Kindes müssen vom Helm bedeckt sein. Anschließend wird der Verstellring so eingestellt, dass der Helm optimal am Kopf des Kindes anliegt. Der Gurt des Helmes sollte die Ohren jeweils umschließen ohne diese jedoch zu berühren und eng anliegen. Auch das Kinnband muss so eingestellt werden, dass es eng am Kinn des Kindes anliegt.

Ganz Wichtig: Nach einem Unfall ist der Helm auf jeden Fall zu entsorgen. Auch wenn es offensichtlich keine Beschädigungen gibt, kann das Material beeinträchtigt sein. Ebenso wird das Material nach einigen Jahren spröde . Daher sollte ein Fahrradhelm nach circa 5 Jahren gewechselt bzw. entsorgt werden.

Und natürlich sollte das Design des Helms den Wünschen des Kindes entsprechen, denn ein Helm der gefällt wird sicher lieber getragen als einer den das Kind nicht ansprechend findet.

 

Und bei Euch?

Wie handhabt ihr die Sache mit dem Helm? Seid ihr Vorbilder beim Fahrrad fahren? Legt Ihr auch beim Roller und Laufrad fahren wert darauf, dass Euer Kind einen Helm trägt? Oder gab es bei Euch vielleicht schon einmal Diskussionen?

 

5 Kommentare zu „Fahrradhelm – für uns ein Muss

  1. Wie wahr !!! Ich beobachte auch sehr oft Jungs den Berg runterfahren, ohne Helm !!! Die Eltern schauen zu, oft höre ich : ach es passiert nichts, die fahren sehr gut. Es kann immer etwas unvorhersehbares passieren und ein Helm kostet nicht viel Geld . Für uns auch ein Muss !!! Auch wenn die Kinder nur vor dem Haus eine Runde drehen bestehe ich darauf, dass sie die Helme aufsetzen. Hab ein schönes Wochenende 🌸 wir hoffen mal auf besseres Wetter , dann frieren die Hände nicht so auf Fahrradtouren 😊

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    1. Ja ich hoffe auch auf besseres Wetter. Wir sind immer mit dem Vierbeiner draussen und Bella möchte eigentlich nicht mehr ohne Laufrad oder Roller los. Ich bin mal gespannt wie es dann mit einem richtigen Fahrrad wird

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      1. Mein Sohn war sehr viel mit dem Laufrad unterwegs, was mir auch sehr lieb war. Ich hatte Lucy im Kinderwagen und findet Laufrad nicht so stressig im Verkehr. An einem Wochenende ( er war 5 ) sagte er, ich möchte Fahrrad fahren üben. Nach 2-3 Runden mit Papas Hilfe konnte er schon fahren. Jetzt wechselt er gerne zwischen Roller und Fahrrad. Er fährt auch jetzt sehr sicher. Seine kleine Schwester ( 4 ) ist entweder mit dem Roller oder Laufrad unterwegs , spricht aber immer wieder vom Lillifee -Fahrrad ( das auf sie wartet, gehörte unserer ältesten Tochter ) was im Carport steht. Es ist auch so schön rosa. Aber das wichtigste ist für mich: Sicherheit und Helm. Wir üben so lange im Garten und vor dem Haus , bis ich weiß : wir können in den Kindergarten ohne Stress fahren.

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      2. Ich mag das Laufrad auch am liebsten. Vor allem bei uns im Wald ist es super. Der Roller ist da eher schlecht… der liegt zu tief und bleibt daher oft an Wurzeln hängen.
        Wahnsinn wie früh die Kinder heute mit allem dran sind. Ich selber habe erst mit 6 oder 7 Fahrrad fahren gelernt das wäre heute schon sehr spät. Aber durch Laufrad wird natürlich schon viel Vorarbeit geleistet. Das gabs früher bei mir nicht

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      3. Ja, die Kinder heute…wenn ich sehe, wie gut schon Lea ( 11) und Leo ( 6 ) schwimmen oder Fahrrad fahren , Schlittschuh – ich war viel, viel später. Es gibt viel mehr Möglichkeiten und ich selber habe viel mehr Zeit als meine Mama. Wir wohnen nah am Freibad und sind da bei gutem Wetter fast jeden Tag von Juni bis august, manchmal nur für 1,5 Stunden. Sonst Schwimmbad. Sport finde ich immer sehr schön als Ausgleich zum
        Alltag. Das tut den Kindern auch unglaublich gut.

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