Allgemein · Kleinkind

22 Wochen mit Kleinkind

Manchmal kommt es anders als man denkt, vor allem im Alltag einer Mutter. Genau das konnten wir in der vergangenen Woche wieder einmal erleben.

 

Der erste Unfall 

Seit Kurzem gehen wir einmal in der Woche zum Kleinkindturnen. Bella hat dort die Möglichkeit sich auszuprobieren und sich an neuen Gegenständen zu testen. In Ihrer motorischen Entwicklung scheint sie gut auf Zack zu sein und bisher gab es keinerlei größere Unfälle. Doch irgendwann scheint es jedes Kind zu treffen und letzte Woche war es bei uns so weit. Eben sass Bella noch zusammen mit einem anderen Kind auf einem 40 cm hohen Hocker und im nächsten Moment sah ich sie nur noch vorne überfallen und hart auf dem Kopf aufschlagen. Sie schrie und weinte wie am Spieß und als ich zu ihr lief um sie hochzunehmen sah ich Blut aus einer Wunde an Ihrer Stirn laufen. Gott sei Dank hatte die Leiterin des Turnens sofort ein Erste-Hilfe-Set parat und legte Bella einen provisorischen Druckverband an. Ich rief sofort bei unserem Kinderarzt an um zu schildern was passierte und wir machten uns sofort dorthin auf dem Weg. Unterwegs weinte sie dann gar nicht mehr – mein kleines tapferes Mädchen – und doch bin ich froh gewesen, dass wir beim Kinderarzt sofort dran kamen. Die Platzwunde auf der Stirn wurde desinfiziert und vom Kinderarzt mit einem Pflaster geklammert. Laut seiner Aussage hätte man das ganze auch nähen können, ich entschied mich aber für das Klammern. Da die Wunde im Laufe des Nachmittages nachblutete und unser Kinderarzt geschlossen hatte fuhren wir in die 30 Minuten entfernte Kinderklinik. Dort wollte man das Klammerpflaster zunächst nicht noch mal entfernen, aber als die Ärztin meinen Blick sah entschied sie sich dann doch um . Laut Ihren Aussagen wäre das auf gar keinen Fall eine Wunde die man nähen müsste und sie versorgte Bella noch einmal mit einem neuen Pflaster. Ich konnte ja auch nur das wiederholen, was unser Kinderarzt gesagt hatte und doch kam ich mir irgendwie „Blöd“ vor wegen einer so kleinen Wunde dann noch mal ins Krankenhaus gefahren zu sein. Im Nachhinein denke ich mir „Lieber einmal zu viel ins Krankenhaus gefahren, als sich hinterher Vorwürfe machen zu müssen.“  Bella hat den Sturz ganz gut weggesteckt. Sie klettert nach wie vor gerne und erkundet alles neues mit Neugier. Wahrscheinlich wird eine kleine Narbe zurückbleiben, aber die Hauptsache ist doch, dass nichts schlimmeres passiert ist. Ich glaube der Schock ist für alle Beteiligten größer gewesen als der Sturz an sich.

 

Ganz unverhofft die erste Bahnfahrt

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Schon seit längerem war geplant, das Karnevalswochenende beim Opa im Harz zu verbringen. Das Wochenende bot sich dank des freien Rosenmontages einfach perfekt dazu an. Außerdem hatte der Opa ein freies Wochenende, so dass dem ganzen nichts mehr im Wege stand – eigentlich. Schon zu Beginn der Woche klagte der Herzmann über Halzschmerzen und Unwohlsein, und am Freitag Morgen stand fest, dass wir nicht fahren konnten. Ich hatte mich so sehr auf dieses Wochenende gefreut. Wir wollten nicht nur die Oma und den Opa besuchen, sondern auch Bellas Uroma und außerdem einen Ausflug in den Schnee machen. All das schien nun auf einmal zu zerplatzen wie eine Seifenblase. Oder Moment mal, wenn der Herzmann zuhause blieb mit dem Hund, könnten Bella und ich doch mit dem Zug fahren. Was andere Mamas können , kann ich doch auch.  Die ganze Strecke mit der Bahn zu bewältigen stellte sich dann jedoch als schwieriger heraus als gedacht, so dass ich kurzer Hand ein Bahnticket bis nach Hannover löste, von wo es dann mit Omas Auto weiter gehen sollte.  Unsere Sachen waren ja größtenteils bereits gepackt , so dass auf Grund des geänderten Transportmittels nur noch Kleinigkeiten ein- bzw. umgepackt werden mussten. Ich schaffte es sogar uns zwei Plätze im Kleinkindabteil des ICE zu buchen, so dass ich schon etwas entspannter auf die uns bevorstehende Bahnfahrt schauen konnte.  Tatsächlich lief die Bahnfahrt dann völlig entspannt ab. Bella spielte und wirbelte durch das Kleinkindabteil. Ich unterhielt mich mit den anderen Eltern und wir lösten im Bordrestaurant unser „Kinderticket“ ein.  Die 2 1/2 Stunden vergingen wie im Flug . Ich könnte mir vorstellen öfters so zu reisen, gerade weil Bella in der Bahn die Möglichkeit hat sich frei zu bewegen und nicht wie im Auto mehrere Stunden in Ihrem Sitz sitzen muss. Sollten wir also noch einmal ohne Hund verreisen, dann kann ich mir sehr gut vorstellen dieses kleine Abenteuer zu wiederholen.

 

schriftzug-mary

 

 

 

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Ein Kommentar zu „22 Wochen mit Kleinkind

  1. Liebe Mary,
    nun ist der erste Unfall bewerkstelligt. Dass klingt schon abenteuerlich. Bestimmt, weil man als Mama da dann auch recht aufgeregt ist. Man möchte nicht dass das eigene Kind etwas passiert.
    Ich stelle es mir sehr aufregend vor. 🙂
    Sehr gut kann ich mich erinnern, wie mir oft als Kind kleine Unfälle passiert sind, sodass meine Mama schon alles gelassen nahm, weil sie wusste dass ich tollpatschig bin. LOL 😀
    Doch soll sowas natürlich nicht ständig passieren.
    Deine Leserinnen werden wahrscheinlich selbst schon den ersten Unfall mit ihrem Kind erlebt haben.
    Und klar, ist im Nachhinein der Gedanke da, warum man ins Krankenhaus fährt! Aber hey, es geht hier schließlich um ein Kleinkind.

    Es gibt ein Kleinkindabteil im ICE? Dass wusste ich bis jetzt ja noch garnicht. Dass ist für Kinder eine tolle Sache. Wie du schon meintest, Kinder können sich bewegen und mit anderen spielen als nur sitzen zu müssen. Tolle Sache.

    Alles liebe meine Liebe
    dein

    Anonym aber Ehrlich! :o)

    Gefällt 1 Person

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