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Ein Blick zurück auf die ersten 6 Monate als vollstillende Mama

Für mich stand schon in der Schwangerschaft fest, dass ich unbedingt stillen möchte. Nicht weil ich es mir besonders toll vorgestellt habe, sondern weil ich wusste , dass es für unsere Tochter das Beste ist was es gibt. Für mich war daher klar, dass ich es auf jeden Fall probieren möchte.

Am Anfang empfand ich das stillen als sehr anstrengend, nervenaufreibend und stressig. Ich konnte dem Ganzen nichts abgewinnen und sehnte die Zeit des Abstillens herbei. Dieser Gedanke ist für mich in der Zwischenzeit unvorstellbar und mit viel Wehmut verbunden !Inzwischen kann ich es genießen und sehe mit Schrecken dem Ende der Stillzeit entgegen.

Das Stillkissen war für mich vor allem in der Schwangerschaft und den ersten Wochen als Mama ein unentbehrlicher Begleiter. Seit einigen Wochen stille ich allerdings ohne mein geliebtes Helferlein. Auf unserer Couch liegt dafür ein ganz normales 80 x 80 cm großes Kissen bereit. Hier kann ich problemlos den Bezug wechseln wenn es sich unser Pflegehund mal wieder bequem darauf gemacht hat.

Noch während der Schwangerschaft begann ich das Buch “Das Stillbuch” von Hannah Lothrop zu lesen. Ein Klassiker, den ich wärmstens empfehlen kann.

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Erst viele Wochen nach der Geburt unserer Tochter wurde mir bewusst welches Glück ich habe, dass das stillen problemlos bei uns klappt. Nicht nur , dass ich Bella dank der natürlichen Geburt zeitnah anlegen konnte. Nein auch die Tatsache, dass ich genügend Milch (ausreichend für Drillinge) habe und weder mit Hohlwarze noch Flachwarze gestraft bin, ist einfach dem Glück geschuldet.

In den ersten Wochen musste ich an manchen Tagen drei Mal das Tshirt wechseln weil ich einfach Unmengen an Milch produziere.

Ich benutze am liebsten die Stilleinlagen von Lansinoh. Da diese aber relativ Hochpreisig sind greife ich für den Alltag gerne auf die Eigenmarke von DM zurück. Die Stilleinlagen aus Stoff waren bei mir der totale Reinfall.

Bisher habe ich erst 1 Mal in der Öffentlichkeit gestillt. Nicht weil ich mich dessen schämen würde, sondern weil es bisher einfach nicht öfters dazu gekommen ist.

Seit 2 Wochen stillen wir nur noch einseitig. Isabella verweigert meist die linke Brust, verkrampft und fängt an zu motzen. Einige Hebammen sind der Meinung, man sollte nun immer wieder anlegen damit das Kind weiterhin von der Brust trinkt. Ich bin der Meinung ich werde meine Tochter zu nichts zwingen. Es klappt auch wunderbar mit einer Brust.

Ängstlich und Wehmütig schaue ich nun in Richtung Beikoststart. Ich hoffe , dass Bella sich nicht sofort auf die neue Nahrungsquelle stürzen wird und wir noch viele innige Stillmomente miteinander erleben dürfen.

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?  Oder habt Ihr Tipps für andere Mamis zum Thema stillen?

schriftzug-mary

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11 Kommentare zu „Ein Blick zurück auf die ersten 6 Monate als vollstillende Mama

  1. Es gibt wie bei vielen Dingen 2 Seiten der Medaille. Es sind natürlich wunderbare Momente, wenn sich dein Kleines an dich schmiegt und trinkt. Diese Innigkeit ist einfach nur wunderschön. Auch das lästige Anrühren, temperieren der Pulvermilch entfällt (auch der Kostenfaktor). Einfach nur anlegen und los geht’s. Auf der anderen Seite ist eben die Abhängigkeit, du musst halt gemäß dem Rhythmus parat stehen, Einkäufe etc müssen taktgenau geplant werden, wenn man nicht in der Öffentlichkeit stillen möchte. Ich stille jetzt ziemlich genau 5 Monate voll und habe nicht das Gefühl, dass little Prince sich nach Beikost sehnt. Insofern darf er noch ein wenig.

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    1. Ja da hast du Recht.Für mich ist es Gott sei Dank kein Problem in der Öffentlichkeit zu stillen, daher habe ich nicht so den Druck alles genau planen zu müssen. Zudem wohnen wir aehr zentral und ich muss für fie täglichen Erledigungen nicht allzu weit gehen.
      Bei uns klaut Bella seit 3 Tagen alles vom Tisch wenn ich nicht aufpasse.Wir werden wohl nächste Woche mit Beikost starten😥 Ich bin ganz traurig deswegen

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  2. Ich hatte am Anfang auch eher Stress mit dem Stillen.Alle 2h tagsüber,manchmal häufiger.Puh! Aber seit 4 Monaten lege ich ihn alle 4 Stunden an und das finde ich extrem gut und entspannt.Machmal nehm ich da aber auch mein Handy zur Hand :-/
    Aber auch wir starten mit Beikost.Er will alles probieren und auch das ist wunderschön.Anders einfach.

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    1. Den 4 Stunden Rhytmus hatten qir auch schon mal…der ist aber wieder futsch…was ich allerdings gar nicht so schlimm finde. Nachts lese ich manchmal sogar nach dem stillen wenn unsere Zaubermaus noch in meinem Arm liegt und ich warte bis sie wieder in ihrer Tiefschlafphase ist 😂

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      1. Eigentlich nicht 😃 5 Minuten und nur noch die eine Brust. Ich und kochen 🙈 Dem Herzmann habe ich schon gesagt das er am wochenende für unsere Tochter kochen muss

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  3. Wie hat sich das mit der anderen Brust reguliert, als du sie dann nur noch einseitig angelegt hast? Johanna ist jetzt 5 Monate und hat schon sehr früh das Essen auf unserem Tisch mit den Augen verschlungen 😂wir sind schon ein paar Wochen bei Beikost, aber sie löffelt sich quasi selbst. Ich halte ihn hin und sie nimmt ihn und steckt ihn selbst in den Mund. 👍🏻trotzdem stille ich nach wie vor und auch nachts kommt sie weiterhin alle 2 Stunden. Das Essen tagsüber ist immer nur zum Probieren und Geschmäcker kennen lernen .

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    1. Die Brust hat relativ schnell die Milchproduktion zurück gefahren und ist im Vergleich zu der anderen Brust echt mini😊 Aber es kommt immer noch ein wenig Milch.Habe die letzten 2 Tage Probehalber mal angelegt und unsere Tochter hat tatsächlich auch ein wenig getrunken.Ich hab Angst das sie mir mit Ihren Zähnen die eine Brust wund kaut…da hätte ich gerne eine Möglichkeit zum ausweichen 😉

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  4. Und ich fürchte diese Angst ist berechtigt.Bella „beisst“ jetzt schon ab und an zu, dabei ist der untere Schneidezahn nur halb draußen und das Gegenstück oben fehlt noch komplett.Das müssen höllische Schmerzen sein 🙈

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