Allgemein · Baby

Die Geschichte eines Namens

Erst wenige Wochen vor der Geburt stand der Name unserer Tochter fest. Lange konnten der Herzmann und ich uns nicht einigen:Vorschläge wurden gemacht, verglichen und wieder verworfen und ich rechnete schon fast damit eine namenslose Tochter zu gebären – fast zumindest. Denn schon lange bevor wir uns auf den ersten Namen einigten, stand Ihr Zweitname fest. Er schwirrte sogar schon in meinem Kopf herum bevor wir erfuhren, dass wir Eltern eines Mädchens werden.

Eines Tages wenn ich eine Tochter haben würde , sollte sie den Namen meiner geliebten Oma tragen. Fairerweise fragte ich vorher den Herzmann ob er Wert darauf legte unserer Tochter nach einer seiner Großmütter zu benennen. Ich hätte es verstanden, war aber heilfroh als er verneinte.

Bis heute hat der Herzmann seine „Probleme“ mit Ihrem Zweitnamen, musste ich ihm diesen sogar vor einigen Tagen bei seinem Elterngeldantrag buchstabieren (hoffen wir also , dass unsere Tochter diesen Beitrag hier nie lesen wird, das könnte sonst etwas peinlich für den Papa werden). Alleine ist er damit nicht. Immer wenn Isabellas Zweitname zur Sprache kommt höre ich Sätze wie „Das ist aber selten, ich kenne den Namen nur mit Doppel-L“ oder „Die Variante kenne ich gar nicht“. Wahrscheinlich denken die meisten meiner Mitmenschen dann auch noch ich fände Ihre berühmte Namens-Vetterin Gisele Bündchen ganz toll. Schnell setze ich dann zu meiner Erklärung an, dass unsere Tochter nach meiner Oma benannt wurde die Gisela hieß ,und da Gisela heute nicht mehr so ganz zeitgemäß ist, wir den Namen daher abgewandelt haben. Es handelt sich dabei um die französische Abwandlung des Namens „Gisela“ womit sich der Kreis für uns wieder schließt.

Eines Tages wird unsere kleine Maus sicher wissen wollen woher Ihr Zweitname stammt. Dann werde ich ihr von Ihrer Uroma erzählen, die sie zwar nie kennenlernen durfte, die aber nicht nur durch Ihren Namen in unserer Tochter weiterleben wird, sondern auch durch das , was sie mir selber als Kind beigebracht hat. Es ist meine Art und Weise „Danke“ zu sagen für die wunderbaren Jahren meiner Kindheit durch die meine Oma mich so liebevoll begleitet hat. Und vielleicht ist es für mich auch ein Weg um Verzeihung zu bitten.Bis heute bereue ich es bitterlich meiner Oma an dem Tag als ich sie das letzte Mal sah und bereits ahnte , dass es ein letztes Mal sein würde, nicht gesagt zu haben wie sehr ich Ihr für die Jahre an meiner Seite danke.

Heute schaue ich ganz besonders auf den Zweitnamen unserer Tochter, würde Ihre Namensgeberin – meine Oma, doch heute Ihren 87. Geburtstag feiern.

Alles Gute Oma,

wir senden dir heute eine Umarmung und einen dicken Kuss

Isabella Gisele und Mary

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