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Wickeln für Dummies

Wenige Stunden nach der Geburt unserer Tochter wurde ich mit der Frage konfrontiert „Wie wickele ich (m)ein Kind?“. Während meiner Schwangerschaft hatte ich mich über tausend Dinge informiert, darunter auch das Thema Windeln – Stoffwindeln allerdings. Die Aufmerksamen Leser unter Euch wissen bereits, dass wir am dem Stoffwindelexperiment gescheitert sind. Dennoch war eigentlich von Anfang an klar, dass wir zumindest die ersten Tage im Krankenhaus mit Wegwerfwindeln (WWW) wickeln müssen.

Noch erschöpft von der Geburt und unter den unglaublichen Eindrücken das eigene Kind in den Armen halten zu können, stand ich also wenige Stunden nach der Geburt von Bella mit meiner Schwester vor der Wickelkommode des Krankenzimmers und sagte etwas wie „Ich glaube wir müssen die Windel wechseln. Ich hab keine Ahnung wie das geht, aber irgendwie bekommen wir das hin“. Gesagt getan! Während der Tage im Krankenhaus ahnte ich noch nicht, was man dabei alles beachten muss, die ersten Katastrophen bahnte sich tatsächlich erst in den eigenen vier Wänden an. Weder im Geburtsvorbereitungskurs, noch im Krankenhaus oder einen der vielen Babyratgeber die ich im Vorfeld gelesen hatte, wurde ich auf dieses existentiell wichtige Thema vorbereitet.

Step 1 : Oben und Unten – kein Problem

Step 2: Die Windel so anlegen das an den Beinen nichts ausläuft.

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Bereits in der ersten Woche wurde ich mit ausgelaufenen Windeln konfrontiert, ohne das unsere Tochter wirklich viel in die Welt gemacht hatte. Eher durch Zufall im Gespräch mit einer kinderlosen Freundin wurde mir mein Fehler bewusst: Ich hatte schlichtweg nicht darauf geachtet die Bündchen am Bein nach außen zu klappen, die das auslaufen der Windel verhindern. Klar als Frau hatte ich mich schlichtweg über diese hübschen Verzierungen gefreut, dass sie jedoch tatsächlich einen Zweck erfüllen sollten stand für mich gar nicht zur Debatte.

Step 3: Die volle Windel als solche erkennen.

Es muss in der dritten oder vierten Woche nach der Geburt gewesen sein, als ich meine Hebamme mit der Frage konfrontierte, woran um Gottes Willen ich eigentlich eine volle Windel erkennen würde, ohne sie jedes Mal komplett vom Kind zu nehmen. Meine Hebamme ist entzückt gewesen, dass sie mir tatsächlich noch etwas Neues zeigen konnte: Auf der Wegwerfwindel befinden sich vorne und hinten jeweils senkrecht verlaufende gelbe Linien, die sich immer so wunderbar grün/blau verfärbten (Diesmal hielt dich das ganze nicht für eine geschmackvolle Verzierung des Windeldesigners, sondern mir war dieser auffällige Wechsel der Farben schlichtweg entgangen). Gerade am Anfang war dies eine echte Hilfe. Heute, einige Wochen später, kann ich auch ohne diesen Farbwechsel ganz gut erkennen wann die Windel unserer Tochter voll ist.

Step 4: Der Pieselattacke während des wickelns entgehen

Dieser Schritt ist bei uns noch in Arbeit. Bevor ich unserer Tochter die Windel wechsele beobachte ich inzwischen ganz genau Ihr Mienenspiel um abschätzen zu können ob gleich noch etwas in der Windel landet oder nicht. Unglücklicherweise gelingt mir das in den letzten Tagen leider kaum noch und ich muss Ihr teilweise bis zu vier Mal am Tag bzw. in der Nacht den Body und das Oberteil wechseln, weil ich nicht schnell genug gewesen bin . Gerade Nachts wenn meine eigenen Nerven eher dünn sind macht mich das wahnsinnig. Eigentlich möchte ich meine Tochter möglichst schnell und sanft wieder schlafen wissen , doch dann macht der komplette Outfitwechsel die Vorstellung von einem schnelle und erholsamen einschlafen zunichte. Hier wäre ich also für Tipps von Euch dankbar.

Bitte liebe Mitmamis sagt mir, dass ich nicht die Einzige frisch gebackene Mama bin, der es so oder ähnlich ergangen ist.

schriftzug-mary

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9 Kommentare zu „Wickeln für Dummies

  1. 😂😂😂das mit den Beinbündchen ging mir auch so und zwar bei den hochpreisigen Pampers ! Und da hab ich noch zu meinem Mann gesagt, dass sogar die teuren Marken – Schlüpfer nichts taugen und hab sie verflucht. Und die Pampers Baby dry haben nicht mal einen Indikatorstreifen. Erst die Premium protection haben den. 😉naja mit den auslaufenden Windeln kommt man irgendwann drauf. Ich sehe meiner kleinen Maus allerdings irgendwie nicht an, wenn sie Pippi macht. Zur Zeit hat sie aber auch die Angewohnheit, noch ein bisschen zu pullern, sobald ich die Windel öffne. Daher bin ich da immer ein wenig auf der Hut sobald ich die Windel aufklappe 😉du bist also nicht allein. Die haben sich gegen uns verschworen die Mäuse

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  2. Wir haben im Geburtsvorbereitungskurs das Wickeln an einer Puppe üben dürfen. Ich dachte ich wäre gewappnet für den Ernstfall…Pfff. Wie oft hat mich mein entzückender Sohn angepieselt, natürlich immer dann, wenn man es sowieso eilig hatte. Wie oft ist der Stillstuhl oben rausgelaufen, übrigens trotz umgeklappter Bündchen. Hach, ich könnte Romane schreiben. Übrigens: sogar als mittlerweile wickelerprobte Mami passieren mir immer noch Unfälle. Ich ertrage es mit Humor 😉

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  3. Meinst du mit „nicht schnell genug“ die Zeit bis die neue Windel drunter liegt, wenn die alte weg ist und dass sie dann genau in den Moment den Body anpullert?
    Dafür hätte ich tatsächlich n Tipp, falls du das meinen solltest 😉😊
    Einfach die neue Windel schon vorher drunter legen. 😉 Also neue Windel drunter, alte öffnen, alles sauber machen, alte weg nehmen und dann liegt da bereits die neue Windel startklar an der richtigen Stelle wenn die kleine Maus genau in dem Moment los pullern möchte. 😉 Dann muss die Windel leider auch weg und der Windelverbrauch steigt, aber ist sicherlich – gerade nachts – deutlich einfacher und angenehmer. 😉

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      1. Vielleicht klappt es ein kleines Handtuch quer über den Oberkörper zu legen, bevor du die alte Windel abnimmst. Oder du übst schon mal das auf dem Bauch wickeln… Für später, wenn sie keinen Bock mehr auf Rückenlage haben… 😉

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      2. Ich muss sie später auf dem Bauch wickeln? 😲 Sag mir doch sowas nicht. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Aber das mit dem Handtuch ist eine geniale Idee … Das werden wir direkt mal testen.Ich danke dir

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      3. Sobald der Bewegungsdrang der Kleinen größer wird, wirst Du wohl in allen möglichen Positionen wickeln – auf dem Bauch, beim Krabbeln, im Stehen… Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben. 😉 Bei uns gab es dann immer ein exklisuves und schwer beliebtes Wickelspielzeug, was nur während des Wickelns rausgerückt wurde. Das hat dann geholfen, damit das Kind brav auf dem Rücken liegen bleibt und sich damit beschäftigt… 😉

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