Allgemein · Baby · Babys 1. Jahr

Flexibilität in jeder Alltagslage – Das Mamasein

Wie ich als Erstlingsmama binnen weniger Tage lernte flexibel zu sein.

Noch während der Schwangerschaft hörte ich immer wieder Sätze wie „Ein Baby wird dein ganzes Leben verändern“ oder „Genieße jetzt noch einmal die Freiheiten die du hast“. Blauäugig und naiv, wie man vor der Geburt seines ersten Kindes ist, nickte ich eifrig , lächelte und dachte „So schlimm wird es schon nicht werden“.

5 Wochen nach der Geburt unserer Tochter kämpfe ich zwar noch mit einigen Kilos auf der Waage, fühle mich sonst aber flexibel wie ein Stück Lakritze und hätte nie gedacht, dass mein Alltag solch teilweise urkomischen Ausprägungen annimmt.

Während ich diesen Artikel schreibe liegt unsere kleine Maus in Ihrer Froschhaltung auf meinem Bauch und gluckert fröhlich vor sich hin wobei sie von meinen Unterarmen sicher an Ihrem Platz gehalten wird. So stelle ich mir eine Mama vor die bereits nach dem Wochenbett wieder von Ihrem Home-Office aus arbeitet. Gut das dies auf mich nicht zutrifft, sondern ich hier lediglich meinem Hobby nachgehe. Wie ich nämlich dem Homeoffice gerecht werden soll während ich 8 bis 10 x am Tag eine kleine Raupe Nimmersatt an meinem Atombusen hängen habe,gefühlte 100 Mal die eingetrocknete Muttermilch von meinem Oberteil kratze und nach den Pipiattacken beim Windeln wechseln an manchen Tagen 3 mal das komplette Outfit meiner Tochter wechseln muss, ist mir ein Rätsel. Welch Glück , dass ich 2 Jahre Elternzeit genießen darf und werde.

Akrobatik im Badezimmer

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Und welch Glück das es den Maxi-Cosi gibt. Nicht etwa weil Mama ausgiebige Shoppingtouren mit Ihrer Tochter unternimmt oder Termine wie Babyschwimmen, Stilltreffs und Mutter-Kind-Cafe wahrnehmen möchte. Weit gefehlt… ohne die praktsiche Babyschale würde Mami Mittags dem Postboten ungeduscht und müffelnd gegenübertreten müssen. Denn wenn Papa längst das Haus verlassen , Mami das Töchterlein gestillt, gewaschen , frisch gewickelt und für den neuen Tag angezogen hat übe ich mich in der Kunst des „Turbo-Stylings ala Mama“ . Babyschale raus – Töchterchen rein – zur Beruhigung gibt es für die nächsten 15 Minuten noch den Schnuller . Im Badezimmer positioniere ich die Babyschale so auf dem Boden, dass Bella einen guten Blick auf den Afterbabybody Ihrer Ü30-Mutter hat , schubse die Babyschale einmal sanft an (gepriesen sei die Wippfunktion der Babyschale) und dann geht es in einem Affentempo unter die Dusche, wobei ich sinnlose Bemerkungen vor mich hin plappere damit unsere Tochter bloß nicht das Gefühl bekommt, sie wäre alleine in diesem Raum zurückgelassen wurden. Mit etwas Glück habe ich Zeit für eine Beinrasur , doch spätestens wenn ich das ploppen des Nuckels höre, weiss ich , dass ich nur noch 30 Sekunden habe um aus der Wanne zu springen bevor die Sirene mit einem langsam anschwellenden Ton losgeht, der sich binnen der nächsten 30 Sekunden in einen Alarmton der Alarmstufe rot steigert. Erste Herausforderung des Tages geschafft.

Spider… wer? Jetzt kommt Spider-Woman

Wer telefonieren und gleichzeitig essen zubereiten als Multitasking bezeichnet, hat entweder keine Ahnung oder noch nie eine multifunktionale Mutter gesehen. Samstag Morgen 7 Uhr: Der Wecker klingelt. Schon in der Aufwachphase bemerke ich das monotone plätschern der Regentropfen auf dem Fensterbrett. Ich springe unter die Dusche, wickel Bella und versorge sie an der Milchbar. 1 Stunde später wird das Baby in die Trage gepackt. Ich schnappe mir die Hundeleine und den überdimensionalen Regenschirm, damit wir nur nicht Gefahr laufen nass zu werden. Nach knappen 10 Minuten lege ich einen Balanceakt aller erster Güte hin, samt Baby vor der Brust, Regenschirm in der einen und Hundeleine in der anderen Hand gehe ich in die Knie um brav und artig die Hinterlassenschaften unseres Pflegehundes aufzusammeln. Mit einem stolzen Lächeln im Gesicht drehe ich mich um, schaue in nahezu alle Richtungen nur um zu bemerken , dass ich natürlich Samstags bei diesem Wetter so ziemlich der einzige Mensch bin der draußen unterwegs ist. “Mist” dröhnt es in meinem Kopf . “Wieder Niemand da der Zeuge deiner Qualitäten geworden ist “. Irgendwie schaffe ich es dann auch noch die Brötchen vom Bäcker nach Hause zu balancieren und falle erschöpft aber zufrieden aufs Sofa. Zweite Mama-Challenge des Tages (nach dem Akrobatik-Akt im Badezimmer) geschafft.

Und wie sieht Euer Alltag so aus, liebe Mamis? Kämpft Ihr Euch ebenso wie ich durch den Dschungel ungeahnter Abenteuer ? Lacht Ihr inzwischen mehr über Euch und Eure Einlagen als über Eure Mitmenschen?

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5 Kommentare zu „Flexibilität in jeder Alltagslage – Das Mamasein

  1. in deinen Worten spürt man wie gut es dir geht und welche riesen Freude du hast!
    Ich kenne diese Situationen auch. Am meisten in Erinnerung geblieben ist mir, dass man als Mama jahrelang nicht mehr alleine das WC aufsucht. Ab dem Zeitpunkt wo unsere Maus krabbeln konnte bis … (ich weiß gar nimma wie lange) hat sie mich immer auf die Toilette verfolgt. 😊
    Ich wünsche euch auf jeden Fall noch unendlich viele solcher wundervollen Tage!!
    LG Ingrid

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    1. Vielen Dank für deine netten Worte . An das Krabbelalter habe ich jetzt noch gar nicht gedacht, ehrlich gesagt.
      Das mit dem verfolgen aufs WC kenne ich seit dem wir unseren Hund haben 😀 😀 😀 Der läuft inzwischen sogar schon unseren Besuchern aufs stille Örtchen hinterher weil er es von mir gewohnt ist.

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

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  2. Ohne Wippe könnte ich auch nicht duschen… ich singe ihm auch ständig was vor und Hampel vor ihm rum :-)) ich hoffe der bekommt keinen Schaden fürs Leben 😂😂
    Ach ja ich muss gassi ja immer mit zwei Hunden erledigen, inzwischen mach ich das aber lieber mit dem Kinderwagen, der moppel ist mir langsam zu schwer 😄😄

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      1. Einfach auch den Boden, das mach ich auch ab und zu 😄
        Na an der Leine bleibt ihnen nichts anderes übrig 😄 die müssen an der Straße immer an der Leine laufen und dann ab den Feldern lass ich sie laufen 😄

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