Allgemein · Tagebuch

30. Schwangerschaftswoche

Das Schwangerschaftsupdate kommt diese Woche etwas verzögert, da es mir die letzten Tage leider nicht ganz so gut ging. Neben den Rückenschmerzen habe ich nun noch mit einer fetten Erkältung zu kämpfen, gegen die ich kaum etwas unternehmen kann .

Und auch uns hält die Fussball-EM in Atem…

…im Gegensatz zu den Deutschen Fans können Baby-Lou und ich allerdings noch weiter mitfiebern. Wenn unsere kleine Maus dann irgendwann auf er Welt ist wird es sicherlich zur Fußball-WM 2018 heftige Diskussionen zwischen mir und dem Herzmann geben, oder die arme Maus wechselt mehrfach am Tag das Outfit. Doch so lange sie noch in meinem Bauch ist drückt sie für die Selecoes do Portugal die Daumen:

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Die fiesen Bauchgrabscher

Ich hatte es befürchtet. Bereits aus den Erzählungen anderer Schwangerer wusste ich um diesen intimen Eingriff in die Privatsphäre. Ich habe kein Problem damit, wenn mir nahestehende Personen wie Freunde , Familie oder Arbeitskollegen ungefragt den Bauch tätscheln. Wenn hingegen jedoch mir unbekannte und teilweise wildfremde Personen meinen sie müssten meinen Babybauch streicheln dann verstehe ich einfach keinen Spaß mehr. Beim spazieren gehen kam mir neulich ein Mann entgegen,der mir zunächst ein Bonbon anbot (welches ich dankend ablehnte, denn auch als längst Erwachsene lehne ich dies getreu dem Motto “niemals etwas von Fremden annehmen ab) und dann mit den Worten “Babybauch” und “Babybaby” immer näher kam und tatsächlich seine Hände in Richtung meines Babybauches ausstreckte. Mein Hinweis “Sie können doch nicht einfach meinen Bauch anfassen” schien ihn gar nicht zu interessieren, so dass ich schleunigst die Flucht ergriff. Einige Tage später sah ich den Mann bereits von weitem, und ergriff beim Laut der Worte “Babybaby” direkt die Flucht mit dem Hinweis, dass mein Babybauch nicht angefasst wird. Manchmal frage ich mich wirklich , was in den Köpfen einiger Menschen vor sich geht.

Drama Kinderzimmer – wie alles seinen Lauf nahm

Diese Woche wollten der Herzmann und ich uns der weiteren Gestaltung des Babyzimmers widmen. Wir fingen mit der Bordüre an, denn wie schwer kann es schon sein eine Bordüre anzubringen, vor allem wenn es im Baumarkt inzwischen entsprechende Bordürenkleber gibt, die superleicht aufzutragen sind. Tja denkste, von wegen leicht. Die komplette Tube Bordürenkleber ist meines Erachtens eine Fehlkonstruktion, der Kleber lief und lief, so dass wir leider so viel Kleber auf der Rückseite der Bordüre hatten, das dieser sich unter die Bordüre schlich und dafür sorgte, dass die Vorderseite der Bordüre sich mit dem vorher von uns präparierten Untergrund verband. Schöne scheisse , im wahrsten Sinne des Wortes. Der Herzmann war der fein säuberlichen Vorbereitung völlig angenervt und stand seiner heulenden Freundin gegenüber. „Ist doch alles nicht so schlimm“ waren seine Worte. Spätestens in der nächsten Schwangerschaft wird er hoffentlich wissen, dass man diese Worte nicht zu einer Schwangeren sagt, die seit Wochen minutiös die Dekoration des Babyzimmers geplant hatte. Von 10m Bordüre waren dann also nur noch 8,40m übrig, die nun Ihr Dasein im Handwerkerschränkchen fristen.

Aber wenigstens der Kleiderschrank sollte im Anschluss aufgebaut werden. Ich hatte gleich so ein komsiches Gefühl , als der Lieferant uns 4 Tage zuvor die Pakete brachte, von denen eins ziemlich viele Dellen und Löcher aufwies. Als ich nach dem Bordürendesaster eine Beruhigungsrunde mit dem Hund gassi gegangen war , kam ich Heim und wähnte den Herzmann beim Aufbau des Schrankes. Wie schnell die beruhigende Wirkung eines Spazierganges verfliegt konnte man in den darauffolgenden 3 Minuten an mir beobachten. 3 Teile des Schrankes waren tatsächlich beschädigt und ich stand kurz vor einem Amoklauf. Die Beruhigung liess bis zum nächsten Tag auf sich warten, nachdem ich beinahe 1 Stunde lang versucht hatte das Möbelhaus zu erreichen. Das Ergebnis: Der Kleiderschrank befand sich leider nicht mehr im Lager und musste daher beim Lieferanten mit einer Lieferzeit von 2 Wochen neu bestellt werden. Das ticken in meinem Ohr wurde immer lauter – ignorieren inzwischen Zwecklos. Mit etwas Glück (welches ich momentan nicht zu haben scheine) bekommen wir die Ersatzteile also 7 Wochen vor ET geliefert.

Fazit: In Sachen Babyzimmer nichts geschafft, und so langsam sieht es mit den sich ansammelnden Babysachen immer mehr nach einem Kriegsschauplatz aus.

Die Woche hatte es wirklich in sich. Ich hoffe die kommende Woche wird besser. Aber da ich dann auch endlich wieder einen Termin bei meiner Ärztin habe, gehe ich davon aus. Ich freue mich unsere Kleine Maus nach 3 Wochen endlich wieder zu sehen.

schriftzug-mary

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8 Kommentare zu „30. Schwangerschaftswoche

  1. Au weia. ..mein Mann ist total tiefenentspannt, was das Kinderzimmer angeht. Frei nach dem Motto „sind ja noch 12 Wochen“. Allerdings muss ich gestehen, dass wir Junior die ersten 9 Monate bei uns im Schlafzimmer hatten und uns völlig umsonst irre gemacht haben, dass das Kinderzimmer rechtzeitig fertig wird…

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    1. Mein Mann eigentlich auch, ich bin da eher sie treibende Kraft. Ich werde das Zimmer Anfangs auch nur zum Wickeln nutzen und vielleicht für den Mittagsschlaf, aber ich bin in bestimmten Dingen so perfektionistisch veranlagt und möchte das alles fertig ist 😀

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  2. Liebe Mary,

    wenn es Dich tröstet, in meiner ersten SS sind wir 4 Wochen vor ET in eine neue Wohnung gezogen und ich hatte bis auf einen Strampler noch nichts (!) für meinen Zwerg. Klar, Möbel, KiWa etc. waren bestellt, aber es hätte auch nichts schief gehen dürfen oder der Kleine Mann früher kommen dürfen… Da war der Nestbau dann auch nicht so entspannt… Aber es ist – bis auf etwas Deko – alles rechtzeitig fertig geworden. Erst 4 Tage vor der Geburt wurde die Küche eingebaut und die habe ich sogar noch fix eingeräumt und die ersten Plätzchen Progegebacken… 😉 Also, ihr schafft das schon noch! 🙂
    Liebe Grüße, Antje

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  3. Bauchgrabscher. Ganz übles Thema, wie ich finde! Mich haben zwar noch keine wildfremden Menschen angetätschelt, aber ich finde es auch auf Arbeit etwas befremdlich irgendwie, wenn plötzlich die Kollegen ohne Vorwarnung an deinem Bauch herumwischen. Mein Mann und enge Freunde – gern, solang es nicht übertrieben wird. Auch bei meiner Mutter wurde es mir kürzlich schon zu viel, so dass ich mit dem Satz „Ich bin kein Streichelzoo!“ erstmal etwas für Abstand sorgen musste.

    Das mit dem Zimmer schafft ihr schon noch 🙂 Hauptsache dir geht es erstmal besser, wenn der MuSchu anfängt hast du bestimmt noch genügend Zeit um alles perfekt zu machen 🙂 Ich kann dich in der Hinsicht sehr gut verstehen, dass du alles fertig haben möchtest, auch wenn das Zimmer am Anfang nur für Kleinigkeiten genutzt wird. Es ist dann eben trotzdem schon ein schöner Wohlfühlort – und wenn nur gewickelt wird 😀

    Liebste Grüße
    Frau Kröhnchen

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