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Versunkene Gräber – Elisabeth Herrmann


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Erscheinungsdatum:  16. Dezember 2013
ISBN: 9783-3442479955
Autor :  Elisabeth Herrmann
Verlag: Goldmann
Format: Taschenbuch/9,99€
Seiten: 448
Zielgruppe: Kriminalroman Leser


KLAPPENTEXT

Verschollene Briefe, eine alte Familiengruft und ein grausamer Mord –
Anwalt Vernau kommt einem düsteren Geheimnis auf die Spur

Der Berliner Anwalt Joachim Vernau erhält eine schockierende Nachricht aus Polen: Sein alter Freund Jazek steht unter Mordverdacht und beteuert seine Unschuld. Gleichzeitig verschwindet Vernaus Ex-Partnerin Marie-Louise spurlos, und es mehren sich die Hinweise, dass sie Jazek in der Mordnacht gesehen hat. Voller Sorge reist Vernau auf die andere Seite der deutsch-polnischen Grenze.  Die erste Spur ist ein verfallender Friedhof. Etwas hat sich dort vor langer Zeit zugetragen, das ihn mitten in die Vergangenheit zieht – hinein in die dramatischen Ereignisse des Jahres 1945, als sich die Schicksale von Tätern und Opfern kreuzten und Entsetzliches geschah. Doch erst Generationen später steigt das Grauen noch einmal aus dem Grab, und wer sich ihm entgegenstellt, muss sterben.

( © Goldmann)


MEINUNG

Mit dem Kriminalroman „Versunkene Gräber“ hat die Autorin einen spannenden Kriminalroman vor dem Hintergrund deutschdeutscher Geschichte geschrieben und spannt dabei einen Handlungsbogen der mehr als 60 Jahre umfasst. Besonders gelungen fand ich den Einstieg in die Geschichte: in einem Brief erzählt ein deutsche Soldat seiner geliebten Frau und seinen Kindern von seinem Leben und die damit verbundenen Entbehrungen als Flüchtling auf einem polnischen Weingut. 60Jare später erhält der Berliner Anwalt Joachim Vernau die Nachricht, das seine einstige Kollegin Marie-Luise in einem polnischen Mord verwickelt zu sein scheint. Für ihn steht außer Frage, dass er sich auf dem Weg machen wird um seiner einstigen Kollegin zu helfen. Dabei führt in sein Weg auf eben jenes Weingut, welches mehr als 60 jahre zuvor dem geflohenen Soldaten als Unterschlupf diente. Mit versunkene Gräber hat Elisabeth Herrmann bereits den vierten Teil um den sympathischen, teilweise etwas unbedarft wirkenden Berliner Anwalt Joachim Vernau geschrieben. Für mich war es allerdings das erste Buch aus der Reihe, und auch wenn mir Zusammenhänge aus den Vorgängern quasi „fehlten“ hatte ich dennoch beim Lesen nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben. Aus Sicht des Anwalts erfährt der Leser dann auch wie die Ermittlungen um den mysteriösen Mordfall auf dem polnischen Landgut voranschreiten. 

Besonders bemerkenswert fand ich, dass sie ein schwieriges Thema aufgreift, aber dennoch beiden Seiten genug Platz einräumt die eigene Sichtweise darzustellen. Der Leser kann sich so selber ein klares Urteilt bilden und wird nicht durch eine vorherrschende Meinung beeinflusst.

Die Autorin überzeugt mit einem rasanten Erzählstil und sorgt geschickt dafür, die Spannung bis zum Ende hin aufrecht zu erhalten, in dem sie einige Geheimnisse erst zum Ende des Plots lüftet.

MEIN FAZIT

Der Autorin ist es gelungen, ein schwieriges politisches Thema spannend und authentisch darzustellen. Dabei stellt sie eine Verbindung zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart her ohne moralisierend zu wirken.

WERTUNG

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schriftzug mary

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