lesbar · Romane

Der Hochzeitsreis – Francisco Azevedo

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Erscheinungsdatum: 13. März 2014
ISBN: 9783-423215756
Autor :  Francisco Azevedo
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Format: Taschenbuch/9,95€
Seiten:366
Zielgruppe: Leser südamerikanischer Literatur


KLAPPENTEXT

Das Glücksrezept für eine Familie

Familie: das ist ein gar nicht so einfaches Gericht. Selbst wenn die Grundzutaten stimmen, können Missgunst und Neid es zerstören. Keiner weiß das besser als Großvater Antonio. Darum bittet er seine zerstrittene Sippe noch einmal zu Tisch. Ein großes Festessen soll sie alle wieder miteinander versöhnen. Helfen muss ihm dabei die allerletzte Portion Hochzeitsreis seiner Eltern: Die Körner haben auf rätselsame Weise bereits ein ganzes Jahrhundert Geschick seiner Familie bestimmt… ( © Deutscher Taschenbuch Verlag)


MEINUNG

Mir gefiel die Idee, dass ein alter Mann die Geschichte seiner Familie und seiner Herkunft auf seine alten Tagen in Rückblenden erzählt und dabei auf die scheinbar magischen Fähigkeiten des Hochzeitsreises seiner Eltern zu sprechen kommt.

Tatsächlich steht der symphatische, nachdenkliche und inzwischen 88 jahre alte Antonio während des ganzen Buches in seiner Küche und bereite ein Familienessen vor. Aber nicht irgendein Familenessen. Denn wie so oft in Familien gab es auch in der seinen nicht selten Streit und Missgunst, die dazu geführt haben das einige Mitglieder der Familie seit langem kein Wort mehr miteinander gewechselt haben. Das Familienessen nun soll sie alle wieder zusammen bringen und ihm die Möglichkeit geben das familiäre Zusammensein wahrscheinlich ein letztes Mal zu genießen.

Leider konnte mich die Erzählweise des Autors nicht so fesseln wie andere Leser vor mir.   Die Idee mit dem Hochzeitsreis ist anrührend , genauso wie die Vorstellung, dass ein alter Mann bei der Zubereitung des für ihn wahrscheinlich letzten Essens mit seiner Familie seine Lebensgeschichte erzählt. Dennoch empfand ich die Rückblenden oft als langatmig und ohne jegliche Poesie. Die kurzen Episoden des Buches reihten sich wie eine lange Perlenkette aneinander ohne für mich am Ende jedoch ein großes Ganzes zu ergeben. Die Familie Heute und Früher ist zwar das zentrale Thema des Buches, jedoch fehlt es für meinen Geschmack an der entsprechenden Herzenswärme, die ich auf Grund des Themas erwartete . Ich wurde im wahrsten Sinne des Wortes nicht Warm mit dem Buch und der Hauptfigur Antonio.  Ich hatte das Buch im Rahmen eines Gewinnspiels des Deutschen Taschenbuch Verlages gewonnen, und der Sendung lang eine Packung Reis dabei, die mich , wie ich nun nach Lesen des Buches feststellen musste, mehr begeistern konnte als die Lektüre.


WERTUNG

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schriftzug mary

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