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Gleichung mit einer Unbekannten – Gabriel Roth



Erscheinungsdatum: 28. August 2013

ISBN:  978-3257300222
Autor : Gabriel Roth
VerlagDiogenes
Format: broschiert/14,90€
Seiten: 352
Zielgruppe:  Leser ab 16


Eric ist ein Nerd, wie er im Buche steht.Bereits zu Schulzeiten hatte er diesen Ruf bei seinen Mitschülern. Als er dann auch noch anfängt sich Notizen zu seinen weiblichen Mitschülern zu machen, und eines Tages dieses Notizbuch in die Hände seiner Mitschüler gerät, ist Erics Außenseiter-Status endgültig besiegelt. Einzig mit seinem Highschool-Freund Bill teilt er die Leidenschaft des Programmierens und gemeinsam entwickeln sie ein Datenanalyssystem welches sie schließlich für 18,4 Millionen Dollar verkaufen. Ende gut alles gut!? Weit gefehlt. Eric weiß nichts mehr mit sich anzufangen und verbringt seine freie Zeit vor allem mit Computerspielen und Comiclesen. Alles wonach sich Eric sehnt ist eine Frau, keine Frau für eine Nacht, sondern für eine ernsthafte Beziehung. Mit seinem analytischen Verstand kann das doch nicht allzu schwer sein, immerhin waren erste Ansätze bereits im Highschool-Alter zu erkennen, auch wenn dies schließlich in dem bereits erwähnten Notizbuch-Desaster endete. Als Eric auf einer Party schließlich Maya kennen lernt und sie sich schneller als erhofft näher kommen, scheint Eric seinem Ziel ganz nah. Sehr schnell muss Eric jedoch feststellen, dass ihm sein analytisches Know-How nicht weiterhilft, denn Liebe lässt sich nicht programmieren und ist alles andere als vorhersehbar.


Gabriel Roth ist mit seinem Debüt ein wunderbar leichter Roman gelungen, der vor allem zum Ende hin ruhigere und tiefgründigere Töne anschlägt. 
Auf den knapp 350 Seiten ist  ein Facettenreicher Roman entstanden: Eric mit seinen Eigenheiten als analytischer Nerd, der sich versucht in einer Welt zu behaupten, in der Computer und Programmierer (noch) eine  Außenseiter-Rollen einnehmen. Als ihm endlich der Durchbruch gelingt, und er sich auf den Lorbeeren harter Programmier-Arbeit ausruhen kann trifft er auf Maya, die ihn mit all seinen Eigenheiten und skurrilen und dennoch liebenswerten Charaktereigenschaften liebt. Doch Erics Hang zum analytischen  droht das Junge Glück zu zerstören. Die Psychologische Komponente nimmt zum Ende des Buches hin eine immer stärkere Rolle ein, und scheint mit der wissenschaftlichen Komponente Erics zu kollidieren. Ich hatte das Buch innerhalb von 2 Tagen durchgelesen, die Zeit verging wie im Flug und erst im nachhinein wurden mir die leisen  Töne, die der Autor damit anschlug bewusst. Die Lektüre des Buches gleicht einer Achterbahn-Fahrt: ein stetiges auf und ab: lustige Momente wechselten sich mit traurigen genauso ab, wie einfühlsame mit den skurrilen. Gabriel Roth hat es geschafft eine ernste Thematik in leichte , fast poetische, Worte zu verpacken.
Mein Fazit: ein kurzweiliges und unterhaltsames ,aber dennoch vielschichtiges Lesevergnügen. Gewohnt Diogenes kann ich da nur sagen.

Gabriel Roth wurde 1973 in London geboren und weist erstaunlicherweise einige Paralelen mit seiner Romanfigur Eric auf. Er arbeitet eine Zeit lang als Journalist in San Francisco und lebt gegenwärtig als Autor und Software-Entwickler mit seiner Familie in New York.

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