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Der Menschenmacher – Cody McFadyen



Erscheinungsdatum: 18. Februar 2011

ISBN:  978-3785724071
Autor : Cody McFadyen
Verlag: Lübbe
Format: Hardcover/ 19,99€
Seiten: 605
Zielgruppe: Thriller-Leser


Damals:
3 Erwachsene: David , Allison und Charlie, welche  die gemeinsame Kindheit für immer zusammengeschweißt hat. Eine Kindheit  die geprägt war von Ordnung, Disziplin und Gewalt, und von Repressalien, wenn Sie nicht das taten, was der Mann, denn sie einfach nur „Dad“ nannten, von Ihnen verlangte. Ihre Kindheit wurde bestimmt von Aufgaben, deren nichterfüllen stets eine grausame Bestrafung in Form von brennenden Zigarettenstummeln oder gnadenlosen Gürtelschlägen nach sich zog. Langsam wurde den Dreien klar , dass es nur eine Möglichkeit gibt, diesem Alptraum zu entkommen: Dad musste sterben.

Heute:
Zwanzig Jahre später ist aus David ein erfolgreicher Schriftsteller geworden, nur Nachts kann er der Vergangenheit nicht entkommen und wird von schlimmen Alträumen gequält, die ihn immer wieder in seine Kindheit entführen. Als er eines Tages einen Brief erhält, hat ihn seine Vergangenheit schlagartig wieder eingeholt. Auch Allison und Charlie erhalten mysteriöse aber eindeutige Briefe und alle drei stellen sich diesselbe Frage: besteht die unglaubliche Möglichkeit , dass „Dad“ vor 20 Jahren Ihren Mordversuch überlebt hat?

Auch wenn Cody McFadyen mit „Der Menschensammler“ einen Thriller außerhalb der Smokey-Barrett-Reihe geschrieben hat, war für mich von Anfang an klar, dass ich diesen Thriller lesen muss. Da Cody McFadyen für mich als Autor zum Inbegriff abgrundtiefer, grausamer Thriller geworden ist,die den Leser die Abgründe der menschlichen Psyche aufzeigen, waren die Erwartungen, die ich an das Buch hatte, auch  dementsprechend hoch. 
In gewohnter Manier hat der Autor es auch diesmal wieder geschafft dem Leser zu zeigen, zu welch bestialischen Taten die Menschen fähig sind.. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, da der Missbrauch von und die Gewalt an Frauen und Kindern thematisch einen Großteil der Handlung einnehmen. Cody McFadyen schreckt auch in diesem Buch nicht vor den detaillierten Schilderungen menschlicher Grausamkeiten zurück , und lässt den Leser nicht selten mit Gänsehaut pur und einer teilweise kaum zu ertragenden Unfassbarkeit zurück. Ich hatte zunächst einige Startschwiergkeiten und habe mich schwer getan, mich mit den 3 Charakteren auseinanderzusetzen. Vor allem der erste Teil des Buches zog sich für mich allzu sehr in die Länge. Gelungen fand ich die Variation der verschiedenen Zeitebenen, zum einen die gemeinsam durchlebte Kindheit und dann den Status Quo , bei dem der Leser schließlich erfährt, was aus den 3 Kindern von Einst geworden ist und wie sie auf ganz unterschiedliche Art und Weise das Erlebte verarbeitet haben und zu dem geworden sind, was sie sind:

David – erfolgreicher Schriftsteller und Mitbegründer einer gemeinnützigen Organisation,die es sich zur Aufgabe gemacht hat den Kinderhandel zu stoppen und immer noch von Alpträumen seine Kindheit betreffend geplagt wird.

Allison – einstige FBI-Mitarbeiterin, die inzwischen Ihr eigenes Ermittlungsbüro hat und Jagd auf Verbrecher jeglicher Art macht und Ihre Vergangenheit mit Hilfe von Alkohol zu kompensieren versucht.

Charlie – Mörder,der  dem Leben böser Menschen eine Ende setzt in dem er Bordellbetreiber umbringt und die missbrauchten Kinder dieser grausamen Maschinerie in Sicherheit bringt. Ein Kampf gegen Windmühlen

Durch die 3 verschiedenen Charaktere gelingt es Cody Mc Fadyen besonders gut die Geschichte vielseitig und vielschichtig zu erzählen. Denn alle 3 Figuren haben das Geschehene anders erlebt und auf Ihre eigene Weise verarbeitet. Leider gab es während des Lesens viele langatmige Passagen, überflüssige Dialoge und Schilderungen. Dass Ende konnte zwar mit einigen Überraschungen aufwarten,allerdings waren diese teilweise ohne jeglichen Bezug zu dem bereits Gelesenen . Logische Schlussfolgerungen fehlten zum Teil Ganz und der Schluss ergab leider auch nur wenig Sinn für mich. Trotz einiger spannender Passagen während des Lesens schwächelt der Thriller zu Beginn und Ende, und lässt den Leser mit einem unbefriedigten Gefühl zurück. Die Grundidee kann durchaus überzeugen, die Umsetzung jedoch leider nicht.
Wer dennoch gerne in die Abgründe der menschlichen Psyche abtauchen möchte,dem kann ich die vorangegangen Bücher des Autors um die FBI-Agentin Smokey Barrett wärmstens empfehlen.
„Der Menschenmacher“ jedoch ist kein Muss für das Thrillerregal.

Cody Walton McFadyen  1968 in Texas geboren zählt zu den bekanntesten US-Amerikanischen Thriller-Autoren der Gegenwart.  Nach einem abgebrochenen High-School Abschluss wurde er zunächst im Bereich der freiwilligen sozialen Arbeit tätig bevor er in einer Vielzahl anderer Branchen u.a. im Bereich des Webdesign arbeitete. Mit 35 Jahren widmete er sich dann gänzlich dem Schreiben, und schaffte auf Anhieb mit seinem ersten Roman um die FBI Agentin Smokey Barrett den Sprung auf die Bestseller-Listen ,vor allem in Europa. Gespannt warten seine Leser auf den 5 Teil mit der sympathischen Ermittlerin. Cody McFadyen lebt in Südkalifornien und ist Vater einer Tochter.

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