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Hendrik Berg – Deichmörder



Erscheinungsdatum: 17. März 2014

ISBN:  978-3442479917
Autor : Hendrik Berg
VerlagGoldmann
Format: Taschenbuch
Seiten: 345
Zielgruppe: Leser deutscher Krimis

Eva und Till scheinen ein glückliches junges Paar zu sein, bis eines Tages ein Stalker, der es auf Eva abgesehen hat beide zu einem Neuanfang zwingt. Diesen Neuanfang wagt das junge Paar schließlich in Nordfriesland , in dem kleinen beschaulichen Dorf Kleebüll, in dem sie sich ein 150 Jahre altes Haus gekauft haben.
Schnell werden die Beiden von den Dorfbewohnern akzeptiert, Eva findet auf Anhieb eine neue Freundin, und Till fühlt sich in dem örtlichen Fußballverein bestens aufgehoben. Nordfriesland scheint genau die richtige Entscheidung gewesen zu sein. Doch auch in der abgeschiedene Weite des Nordens wird Eva  nicht nur weiterhin von Albträumen geplagt, sondern fühlt sich von dem sagenumwobenen „schwarzen Mann“ , der laut den Dorfbewohnern schon lange diese Region heimsucht, verfolgt. Als Sie dann auch noch Visionen aus der Vergangenheit heimsuchen  , macht auch Till sich Sorgen um seine Frau, dem Ihr seltsames Verhalten nicht entgeht. Doch sind die Visionen wirklich nur Einbildung Evas Phantasie, oder steckt mehr dahinter?



Als ich dieses Buch bei lovelybooks sah, war sofort klar für mich, dass ich es lesen muss. Ein Kriminalroman, der an der Nordsee spielt, eine tolle Kombination wie ich finde. Nicht nur weil ich Krimis und das Meer liebe, sondern vor allem weil ich mir die Atmosphäre der Nordsee sehr gut als Untermalung einer kriminalistischen Handlung vorstellen konnte. Sehr gelungen fand ich bereits den Einstieg des Buches, schlicht überschrieben mit dem Wort „Früher“ erhält der Leser einen Einblick in das Leben der Menschen am Deich vor 150 Jahren. Harte Arbeit, ein unumstößlicher Glaube an Gottes Wille, sowie Missgunst und Neid um nur einige Attribute zu nennen, die das Leben der Menschen damals zeichnete. Mit Eva und Till hat der Autor zwei Charakatere mit Ecken und Kanten geschaffen, die mir auf Anhieb sympathisch waren. Der Spannungsbogen des Buches erstreckt sich nahezu von der ersten bis zur letzten Seite. So erfährt der Leser zum Beispiel erst nach und nach, was es mit Evas Stalker aus Berlin wirklich auf sich hat. Immer wieder werden Szenen aus der Vergangenheit eingeblendet, die Zusammenhänge mit den Geschehnissen der Gegenwart sind allerdings nicht sofort für den Leser erkennbar. Ein großer Pluspunkt vor allem in Bezug auf die Spannung ,denn dadurch erhält das Buch rätselhafte  und geheimnisvolle Züge. Auch den Bezug zur regionalen Sagen- und Mythenwelt, hat der Autor gekonnt in die Handlung eingeflochten, und macht das Buch zu einem außergewöhnlichen Kriminalroman. Jeder Leser der bereits einmal die Weiten des Watts und der Norddeutschen Landschaft erlebt hat, wird sich darüberhinaus an den Naturschilderungen des Autors erfreuen. Nicht selten kam es mir beim lesen so vor, als befände ich mitten drin im Geschehen und hörte das Rauschen des Meeres. Hendrik Berg ist ein Spannungsgeladener Kriminalroman mit Tiefgang und Authenzität gelungen., der nicht nur für jeden Nordsee-Fan ein Muss ist. Schade dass das Buch nur 345 Seiten umfasst, ich hätte gerne mehr gelesen.

Hendrik Berg, 1964 in Hamburg geboren, arbeitet nach seinem Studium der Geschichte zunächst als Werbetexter und Journalist. Seit 1966 verdient er sein Geld mit dem Schreiben von Drehbüchern. Er wohnt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Köln.
Wer mehr über Hendrik Berg erfahren möchte, dem empfehle ich die Internetseite des Autors:


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8 Kommentare zu „Hendrik Berg – Deichmörder

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