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Der verbotene Fluss – Susanne Goga


Erscheinungsdatum: 13. Januar 2014 
ISBN:  978-3453356504
Autor : Susanne Goga 
Verlag: Diana Verlag  
Format: Taschenbuch 
Seiten: 464
Zielgruppe: Leser historischer Kriminalromane



Die junge Gouvernante Charlotte Pauly verlässt 1890 Ihre Heimat Berlin um in dem Ihr bisher völlig unbekannten England eine neue Stellung im Herrenhaus Chalk Hill anzutreten. Dort soll sie die die 8-Jährige Emily unterrichten, die ein halbes Jahr zuvor Ihre Mutter durch einen tragischen Unfall verlor. Nicht nur, dass sie seitdem von unheilvollen Alpträumen geplagt wird, ihr Vater Andrew glänzt durch seine Tätigkeit als Abgeordneter in London  durch mehr Abwesenheit als der jungen Emily gut tut. Charlotte versucht mehr über den Tod der ehemaligen Hausherrin Lady Ellen herauszufinden, trifft dabei allerdings auf eine Mauer aus Schweigen. Während Sie zwischen Loyalität zu Ihrem Arbeitgeber und dem Bedürfnis mehr über den Tod Lady Ellens herauszufinden schwankt, erhält sie unerwartet Hilfe von dem jungen und durchaus attraktiven Journalisten Thomas Ashdown. Können die beiden das Geheimnis um Chalk Hill lösen, oder riskiert Charlotte letztendlich den Verlust Ihrer Stellung und damit verbunden Ihren Traum endlich unabhängig zu sein

Das Cover des Buches verspricht nicht zu viel. Die düstere Stimmung die durch das düstere Herrenhaus und die Unglückbringenden schwarzen Krähen heraufbeschworen wird macht sich von Anfang an beim lesen des Romans bemerkbar. Schon der erste Satz “ Der Mond schien fahl in jener Nacht“ beschwört eine dunkle Grundstimmung herauf, die mir beim Lesen des Buches stets erhalten bleiben sollte. Während die junge Charlotte sich auf den Weg zu Ihrer neuen Stellung begibt wird sie Zeugin einer Seance. Im Laufe der Handlung spielen übernatürliche Phänomene immer wieder eine Rolle, allerdings gelingt es der Autorin das Thema auf eine durchaus fundierte und glaubwürdige Art zu vermitteln. Wer meint er hätte es hier mit einem mystischen Historien-Roman zu tun, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Die übernatürlichen Phänomene geben der Handlung eine gelungene Abwechslung und tragen zur Steigerung der Spannung bei.
Besonders sympathisch war mir die Figur der jungen Charlotte Pauly, eine starke, mutige und resolute Frau, die allerdings wenn die Situation dies erfordert, durch Weichmut und Herzlichkeit glänzt. Damit steht sie im absoluten Gegensatz zu der düsteren Stimmung die der Handlung beiwohnt.  Schnell findet Charlotte mit Ihrer sanftmütigen Art Zugang zu der traumatisierten Emily, und schnell wird klar, dass nicht alle Bewohner von Chalk Hill die Wahrheit sagen. Zusammen mit dem Journalisten Thomas (  Mitglied einer Gesellschaft zur Erforschung übernatürlicher Phänomene), der mir besonders durch seinen Wortwitz und seine ungestüme Art positiv im Gedächtnis geblieben ist ergeben die Zwei ein sympathisches Ermittlerduo. Susanne Goga schafft es die Figuren authentisch wirken zu lassen, die sich zu jeder Zeit des Romanes in die Umgebung des Viktorianischen Zeitalters einfügten.  Die Jagd nach diesem Geheimnis macht die Spannung dieses Buches aus. Besonders reizvoll fand ich die Tatsache, dass der Roman Ende des 19. Jahrhundert spielt, so dass Charlotte vor, für uns ungewohnte Schwierigkeiten bei Ihren Ermittlungen stand. Oder könnt Ihr Euch vorstellen , ein Telegramm zu schicken, welches erst am nächsten Morgen seinen Empfänger erreicht, statt einer SmS!? Susanne Goga ist ein spannender Histo-Kriminalroman gelungen, der mit einer spannenden Handlung und authentischen Figuren glänzt. Lediglich wegen meiner leichten Vorahnung der Auflösung des Rätsels betreffend ziehe ich 1 Stern bei der Bewertung ab.



Susanne Goga wurde 11967 in Mönchengladbach geboren, wo sie heute noch mit Ihrer Familie lebt. 1988 belegte Sie den Studiengang „Literaturübersetzen“ an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und ist seit 1995 als freie Literaturübersetzerin tätig. Inwzsichen hat sie über 40 Romane, meist aus dem Englischen, seltener aus dem Französischen, übersetzt. Für Ihr Buch „Die Sprache der Schatten“ erhielt sie 2012 den DeLia-Literaturpreis.




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3 Kommentare zu „Der verbotene Fluss – Susanne Goga

  1. Oh das Buch hört sich echt spannend an.
    Ich komme leider nicht mehr so oft zum Lesen, aber ich liebe Bücher immernoch und werde mir dieses Buch notieren, damit ich es bei meinem nächsten Bücherkauf mitnehme 🙂

    LG

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