Sternenkinder

Levins Reise zu den Sternen [ Gastbeitrag ]

Levins Reise zu den Sternen. Am Ende des Beitrages befindet sich ein Foto des Kleinen, wunderschönen Levin , der viel zu früh das Licht der Welt erblickte. Es handelt sich dabei um sensibles Bildmaterial, welches Euch emotional aufwühlen könnte.

Dies ist die Geschichte einer Sternenmama und Ihres Sternenkindes. Ich danke dir von Herzen für deine Offenheit liebe Denise .

 

 

 

Bei mir kam das aus heiterem Himmel. Die Schwangerschaft lief bis 17+6 sehr gut keine Blutung keine Übelkeit, nichts. Am 28.09.wollte ich normal auf die Toilette gehen und im Bad dann wurde dir ganze Hose nass.Ich wusste genau es war die Fruchtblase. Habe mich dann auf die Toilette gesetzt und gesehen das ich blute und dass nicht gerade wenig. Unter Tränen rief ich schnell meinen Freund der erst nach Hause gekommen ist und sagte ihm das ich voll am zittern (bin) .Mein Freund rannte rüber zu meiner Mutter die zum Glück gleich im selben Haus im selben Aufgang wohnt .Diese kam rüber und versuchte mich dann zu Beruhigen was natürlich nicht funktionierte. Mein Freund( hatte )im selben Moment den Rettungsdienst gerufen, der erst eine halbe Stunde später kam.

Wir sind dann ins Krankenhaus und mein Freund mit dem Taxi hinterher . Ich lag dann im Gang auf einer kalten Liege, kam aus dem weinen nicht mehr raus und hoffte mein Freund kommt gleich. 3 h später kam dann endlich mal eine Ärztin die mich untersuchte und sagte das es auf eine Fehlgeburt hinaus laufen wird. Daraufhin sind wir in den Kreißsaal zum anmelden aber die brauchten noch Zeit um ein Bett für mich und meinen Freund zu bekommen. 2h später waren wir wieder dort um zu fragen was jetzt ist und es ging immer noch nichts. Wieder 1h später und ich( war) immer noch am bluten sind wir wieder hin und was sagten sie Nichts frei… Ich war fast am ausrasten weil es immer später wurde.

Ich bin dann aber auf die Gyn s3 gekommen also auf die Endometriosestation um 23 Uhr. Mein Freund durfte die ganze Zeit bleiben. Am nächsten Tag wurden mir Blut abgenommen und eine Tablette hingestellt zur Abtreibung aber vorher war ein Ultraschall. Bei diesem Ultraschall habe ich gefragt ob der Kleine noch lebt. Der Arzt drehte das Ultraschallgerät zu mir und machte die Herztöne an. Ich war erleichtert. Er sagte aber auch das die Nabelschnur immer weiter raus rutschte und sich wieder rein zog Also hatte ich einen Blasensprung mit Nabelschnurvorfall. Die Tablette habe ich nicht genommen. Das ganze zog sich dann so hin bis zum 6.10.21 Wir haben haben mit dem Kleinen immer geredet und Musik angemacht weil ich ihn auch schon etwas gemerkt habe. Ich habe jeden Tag Gespräche gehabt mit den Ärzten die sagten ich solle das Kind abtreiben, es stirbt so oder so. Ich hatte so ein Hass auf die Ärztin ich habe kein Wort mehr mit ihr gewechselt. Am 6.10. Abends ging es dann Berg ab. Ich hatte das Gefühl es rutscht etwas raus als ich auf der Toilette war. Ich habe die Schwestern gerufen mit Notklingel und die sagte das die Nabelschnur ganz weit raus kommt aber sie müssen keinen Arzt holen… Ich war so sauer wurde wieder ins Bett gelegt und schlief dann unter Tränen ein nachdem ich die Hand auf den Bauch gelegt habe und noch mit ihm geredet hatte.

Am 7.10.war dann früh noch vor der Visite ein Ultraschall und dann der Schock: er lebte nicht mehr 3 Ärzte haben es sich angesehen und sagten nichts kein Herzschlag mehr… Ich konnte einfach nicht mehr. Wir sind dann etwas raus gegangen in dem Hof (ich im Rollstuhl)und konnte mich aber nicht beruhigen. Als wie nach einer halben Stunde wieder hoch sind war ein schwarzer Schmetterling an der Scheibe Das war seine Seele. 5 min später wurde die Stimmung schon wieder getrügt und eine Schwester kam rein mit der Abtreibungstablette. 3h später konnte ich sie erst nehmen um 16.30 Uhr Und um 20.30 die 2. Um 22.30 ca gingen dann langsam die Wehen los . Um 0.20 war ich erst im Kreißsaal unten weil die Schwester Rabiata (ich nenne sie mal so) sehr unfreundlich war (und) mir das nicht glauben wollte. Als wir unten waren wurde mir schlecht ,dann musste ich niesen und nur mein Freund war drin die Hebamme musste kurz raus. Ich habe dann gemerkt das die Wehen aufhörten – komplett. Die Hebamme kam schnell wieder und sagte der Kopf ist schon da noch einmal drücken und es ist geschafft. So war es dann auch. Ich wurde sofort gefragt ob ich ihn auf die Brust haben Möchte und habe nur mit einem schnellen „ja “ geantwortet. Um 0.48 kam er mit 200g und 21cm zur Welt. Still.. Ich war so geschockt das ich nicht mal weinen konnte. Eine Stunde hatte ich ihn bei mir und dann musste ich ihn an meinen Freund abgeben weil ich noch in den OP musste weil die Plazenta und der Mutterkuchen nicht raus kamen. Um 3.24 war ich wieder im Zimmer und alles war vorbei ich konnte nicht schlafen habe mit meinem Freund durchgehend geweint. Am 8.10.gegen 12 kam die Hebamme mit dem kleinen nochmal hoch und wir haben uns verabschiedet.um 14 Uhr wurden wir rausgeschmissen beide. Wir sind dann nach Hause und ich hatte immer den Wunsch ihn nochmal zu sehen.

Wir hatten uns dann noch dazu entschieden bevor wir gegangen sind das der Kleine eine Obduktion haben soll damit wir wissen an was er verstorben ist. Circa 6 Wochen später hatten wir aber immer noch keinen Bericht von der Pathologie. Dann haben wir uns selbst dazu entschieden da selber mal anzurufen.Da wurde uns gesagt dass er noch nicht untersucht wurde weil der Auftrag noch nicht freigegeben wurde. Am 3.12.durften wir dann nochmal sehen und ein Fotograf von dein Sternenkind war dabei und hat wunderschöne Fotos gemacht. Am 26.03.22 war die Beerdigung die richtig schön aber auch sehr emotional war..

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