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Die verflixte Erfindung [Rezension]

Erscheinungsdatum: 30 . August 2021
ISBN: 9783-8458-4089-5
Autor :  Martin Widmark
Verlag: arsEdition
Format: Bilderbuch ab 5 Jahren
Seiten: 40
Preis: 15 €


 

Martin Widmark (Autor) und Emilia Dziubak haben wieder einmal ein gelungenes Bilderbuch geschaffen. „Als Larson das Glück wiederfand“ , ebenfalls ein gemeinsames Bilderbuch der beiden, findet sich ebenso in unserem Buchregal, wie das von Emilia Dziubak illustrierte Buch „Das Faultier und die Motte“. Wir treffen mit diesem Bilderbuch also auf alte, Bekannte.

Die „verflixte Erfindung “ ist ein etwas anderes Winter- bzw. Weihnachtsbuch. Klingt es nicht wunderbar, wenn man sich eine kleine Erfindung vorstellt, die nicht nur putzt , aufräumt und abwäscht, sondern auch noch das Kochen und alle anderen Hausarbeiten die so anfallen, übernimmt? Auch Rüdiger, von Beruf Erfinder ist von dieser Idee begeistert und Feuer und Flamme als sein Bruder Walter , mit dem er zusammenlebt, ihm diesen Vorschlag unterbreitet. Doch was zu Beginn eine tolle Idee scheint, entpuppt sich für die beiden Brüder schon bald zu einer Begegnung der unheimlichen Art . Das Dingsda bekommt nicht nur Augen und Beine, sondern entwickelt schon sehr bald ein Eigenleben, welches den Brüdern bald schon  nicht mehr gefällt.

Auf eine sehr humorvolle Art und Weise wird hier erzählt, was passieren kann wenn man , ohne sich viele Gedanken zu machen, Dinge wünscht. Wer kennt es nicht ? Egal ob kleine oder große Wünsche, manchmal fällt die Erfüllung von Wünschen ganz anders aus, als man es sich ursprünglich vorgestellt hat. Hiervon erzählt Martin Widmark auf eine sehr subtile Art und Weise in seinem neuesten Bilderbuch. Wir leben in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft, die viele Vorteile , aber oftmals auch Nachteile mit sich bringt. Alles hat sein Für und Wider. Auch darum geht es in diesem Buch. Ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu drohen, wird Kindern hier altersgerecht gezeigt, dass das eigene Handeln und Tun manchmal Konsequenzen nach sich zieht, die einem nicht gefallen .Und das manche Dinge nur auf den ersten Blick positiv erscheinen und sich gelegentlich erst im Nachhinein als schlecht oder nicht ganz so gut herausstellen.

Das die Geschichte zu Weihnachten spielt hat mir insofern sehr gut gefallen, als das die Weihnachtszeit durch Besinnlichkeit und Friedlichkeit gekennzeichnet ist . Die beiden Brüder werden von dem Wunsch nach mehr Zeit für andere Hobbys und Dingen die Ihnen gefallen angetrieben . Ein menschlicher und nachvollziehbarer Wunsch. Die beiden Brüder sind authentisch und liebevoll dargestellt, entsprechen aber trotzdem nicht dem Stereotyp Mensch.

Die Illustrationen von Emilia Dziubak fangen die weihnachtliche Atmosphäre sehr gut ein. Nicht immer müssen Bilderbuch vor bunten, hellen Farben strahlen. Mir ist es wichtig, dass sie zur Geschichte und dem Kontext passen.Und das ist hier der Fall. Die erdigen, naturnahen Töne harmonisieren sehr gut mit der Geschichte . Lediglich an der Stelle im Buch, als es heißt , das es den Weihnachtsmann nicht gibt musste ich sehr stark schlucken. Beim ersten Mal habe ich diese Stelle noch vorgelesen, bei allen weiteren Malen habe ich diese Stelle ausgelassen. In einem winterlichen Bilderbuch für Kinder ab 5 sollte meiner Meinung nach unter keinen Umständen geschrieben stehen, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Unser Fazit : Ein originelle weihnachtliche Geschichte fernab vom Mainstream, mit wundervollen und passenden Illustrationen.

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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