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Töchter einer neuen Zeit [Rezension]

Erscheinungsdatum: 23. Juni 2017
ISBN: 9783- 3499272134
Autor : Carmen Korn
Verlag: Rowohlt 
Format: Taschenbuch/10,99€
Seiten: 560


KLAPPENTEXT

Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland
Einer neuen – einer friedlichen – Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.
Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.
«Töchter einer neuen Zeit» ist der Auftakt einer Trilogie, die diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert begleitet.


MEINUNG

Wieder einmal habe ich mich für ein Buch begeistern können , welches während der zwei großen Kriege spielt. Diesmal ist die Geschichte in Hamburg angesiedelt, einer jenen deutschen Städte die während des zweiten Weltkrieges schwer bombardiert wurde. Während der Zeit des Nationalsozialismus ist die Elbstadt ein wichtiger Standort der Nationalsozialisten gewesen und bietet daher einen historisch gleichermaßen interessanten und abwechslungsreichen Schauplatz. 

Auch wenn ich zunächst einige Schwierigkeiten beim Einstieg in das Buch hatte ( Die Namen der Figuren machten mir leichte Schwierigkeiten, aber auch die jeweiligen Verbändelungen der Charaktere) konnte es mich letztendlich als Einstieg in eine Jahrhundert – Trilogie überzeugen. Historische Gegebenheiten werden geschickt und spannend , aber dennoch manchmal zu hervorsehbar mit den Einzelschicksalen der Protagonisten verknüpft. Am Ende gibt es einen kleinen Cliffhanger, der definitiv Lust auf mehr macht.

Die Komplexität der Zeitgeschichte wird in diesem Buch sichtbar. Einige der agierenden Personen bleiben zunächst recht konturenlos, vielleicht hatte ich deswegen auch zu Beginn einige Probleme diese auseinander zuhalten . Natürlich darf man nicht vergessen, dass das Buch fast 50 Jahre umfasst, da wäre es recht schwierig geworden das Geschehen bis ins kleinste Detail zu schildern. Der erste Band ist aber dennoch ein gelungener Einstieg in die versprochene Jahrhundert – Trilogie und zeigt dem Leser die politisch und gesellschaftlichen Seiten einer deutschen Großstadt in den 20er und 30er Jahren. 


WERTUNG

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