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Graeme Simsion – Das Rosie-Projekt



Erscheinungsdatum: 20. Dezember 2013
ISBN:  978
3810519511
Autor 
Graeme Simsion

VerlagFISCHER Krüger
Format: Hardcover / 18,99€
Seiten: 352
Zielgruppe: Leserinnen ab 16



Don Tillman ist anders als seine Mitmenschen. Als angesehener und erfolgreicher Genetikprofessor der Universität von Melbourne scheint es in seinem Leben eigentlich ganz gut zu laufen, zumindest in beruflicher Hinsicht. Sein Privatleben jedoch ist eine einzige Katastrophe. Obwohl mit seinen 39 Jahren im Besten Alter, intelligent  gutaussehend und überdurchschnittlich gut verdienend findet er in Liebesdingen einfach nicht sein Glück. Seine Unfähigkeit Freundschaften zu schließen und soziale Interaktionen mit seinen Menschen zu führen, behindern ihn auch bei der Suche nach seiner Traumfrau. Dabei helfen soll ihm stattdessen sein selbst erstellter 16-Seitiger Fragebogen, der Grundlegender Bestandteil seines „Ehefrauen-Projektes“ ist. Mit Hilfe eben jenen Fragebogens entsteht sehr schnell das Idealbild seiner zukünftigen Partnerin: Sie sollte pünktlich, intelligent, gut organisiert und logisch denkend sein, weder rauchen noch trinken. Die Anforderungen an Dons Ehefrauen scheinen klar definiert zu sein, doch dann tritt Rosie in sein Leben. Auf der Suche nach Ihrem leiblichen Vater benötigt sie zunächst Dons berufliches Wissen. Obwohl Rosie alles andere als die Qualitäten seiner Traumfrau aufweist, legt er sein „Traumfrauen-Projekt“ zunächst auf Eis, und startet mit dem „Rosie-Projekt“. Nach vielen Missverständnissen und einer Reihe chaotischer Begegnungen muss Don schließlich erkennen, dass Liebe nicht planbar ist, und im Leben oftmals die Dinge anders kommen als man denkt….


Obwohl ich das Buch bereits Anfang des Jahres zu meinem Geburtstag geschenkt bekam, stand es zunächst einige Monate in meinem Bücherregal, obwohl es bereits auf den Bestseller-Listen vertreten war. Ich bin durchaus Jemand, der Platzierungen auf Bestseller-Listen kritisch gegenüber steht, aber „Das Rosie-Projekt“ hat seinen Platz darauf mehr als verdient. Der Protagonist Don war mir von Anfang an sympathisch. Mit seiner leicht chaotischen und verschrobenen Art brachte er mich nicht nur einmal während des Lesens zum Lächeln. Sein minutiös geplantes und bis auf die Sekunde durchorganisiertes Leben bieten viel Raum für alltägliche Katastrophen, nämlich dann wenn sein Tagesplan durcheinander gerät. Vor allem als Rosie in sein Leben tritt und sein bisheriges Leben völlig durcheinander bringt, und das nicht nur weil sie raucht und Vegetarierin ist, bieten sich dem Leser viele lesenswerte und humorvolle  Situationen. Mit diesem Roman ist dem Autor ein leichter, lockerer Roman gelungen,der vor allem durch seine außergewöhnlichen und liebenswerten Charaktere besticht, und zu einem der seltenen Bücher gehört , die einem nach wenigen Minuten ans Herz wachsen, und bei denen man schon zu Beginn weiß , dass sie auf immer einen Platz im Bücherregal innehaben werden. Das Buch ist in seiner Art schlichtweg authentisch,denn es kommt ohne Klischees und Kitsch aus. Auch sprachlich konnte mich der Roman durchweg überzeugen, durch einen hohen Anteil an Fremdwörtern. Durch eine gehobene Sprache und einen relativ hohen Anteil an Fremdwörtern (welche Don nur allzu gern benutzt) ,weit ab vom Mainstream der sonst auf den Bestseller-Listen zu finden stellt es einen gewissen Anspruch an den Leser, was dem Lesefluss allerdings keinen Abbruch tut.
Besonders beeindruckend fand ich Dons Vermögen der Selbstreflexion. Ihn beschäftigt vor allem die Wirkung seiner Person auf seine Mitmenschen und trotzdem bleibt er dabei er selbst und versucht sich nicht zu verbiegen. Eine Eigenschaft die man im realen Leben leider nur noch selten antrifft. Es hat mir immer wieder Spaß gemacht über Dons Sicht auf seine Umwelt zu lesen. Gerade weil diese Sicht unkonventionell und so unüblich im Vergleich zu denen seiner Mitmenschen ist,  hat es beim Lesen auch meine Sicht darauf verändert. Mein Fazit: Ein tolles Buch über das Leben, die Liebe und den Mensch an sich. Eine absolutes Muss für  das Lesejahr 2014.


Graeme Simsion,1956 in Auckland/Neuseeland als Sohn eines britischen Einwanderers geboren arbeitete zunächst als IT-Spezialist. Inzwischen hat er nicht nur seinen ersten Roman „Das Rosie-Projekt“ geschrieben , sondern auch einige Theaterstücke und Kurzgeschichten. Für sein Debüt wurde er 2012 mit dem Victorian Premier’s Unpublished Manuscript Award ausgezeichnet. Graeme Simsion ist verheiratet und lebt mit seiner Frau und seinen 2 Kindern in Melbourne.Die Filmrechte für das Buch wurden bereits an Sony verkauft

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