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Mein Herz hämmert, dass es weh tut



Erscheinungsdatum:  20. Januar 2015

ISBN:  97833791519999
Autor Brynulf Tjonn
FormatHC/ 12,99€
Seiten: 128
Zielgruppe: ab 15 Jahre

Henrik muss miterleben, wie sein geliebter Onkel Simon schwer krank wird. Gleichzeitig verliebt sich Henrik in die lebensfrohe Kjersti. Dann geht es Simon immer schlechter und Henrik ist hin- und her gerissen zwischen Liebe, Glück und Schuldgefühlen. Denn trotz aller Traurigkeit muss er ständig an Kjersti denken. Aber wie kann das Leben fantastisch und zur gleichen Zeit schmerzhaft sein? Wenn das Herz so unglaublich schwer ist und dennoch hüpft vor Glück?

(© Dressler)


Durch lovelybooks bin ich auf dieses schonungslos ehrliche und zugleich tiefschürfend , emotionale Buch aufmerksam geworden.
Für Henrik ist der Bruder seiner Mutter nicht nur Onkel, sondern zugleich Freund, Vaterersatz und Onkel in einer Person. Zunächst ist es nur eine Ahnung, doch schon schnell wird auch für Henrik zur Gewissheit, was nicht sein soll: sein geliebter Onkel Simon wird sterben. Zur selben Zeit verliebt er sich in Kjersti, dass schönste Mädchen seiner Schule. Glück und Unglück liegen nah beieinander.

Das Buch von Brynulf Tjonn schafft auf seinen knapp 130 Seiten,wozu vielen Autoren unserer Zeit oftmals hunderte Seiten nicht ausreichen:

mit einer nahezu poetischen, kurzen und eindringlichen Sprache schildert er zum einen offen und schonungslos wie der Krebs Henriks Onkel binnen kurzer Zeit zum Schatten seiner selbst werden lässt , zum anderen  wie Henrik den Balanceakt des Lebens zwischen Trauer und Glück zu vollführen lernt.

Für junge Leser dürfte vor allem die schonungslose Schilderung des stetigen Zerfalls Simons schockierend sein.
Kurze und knackige Sätze reichen aus um die bittere und traurige Realität zu beschreiben. Es bedarf keiner Metaphern oder beschönigenden Umschreibungen. Dieses Buch ist absolut ehrlich zu seinen Lesern und begibt sich gemeinsam mit Ihnen und Henrik
auf eine einzige Achterbahnfahrt der Gefühle. 

Der Verlag empfiehlt das Buch für junge Leser ab 13. Sicherlich gibt es in diesem Alter Leser, die mit dem Geschehen des Buches und dem Schreibstil des Autors umgehen können. Vielleicht weil sie Gleichaltrigen Lesern mental und psychisch  voraus sind, vielleicht weil sie ähnliche Erfahrungen wie Henrik gesammelt haben. Dennoch dürfte meiner Meinung nach eine Vielzahl dieser Altersgruppe mit dem Buch entweder überfordert sein, oder einfach  mangelndes Interesse an der Thematik aufweisen. Auch in sprachlicher Hinsicht habe ich Bedenken,dass das Buch die Zielgruppe begeistern kann.
Als Schullektüre wiederum kann ich mir dieses Buch Bestens vorstellen, zum einen weil es viel Diskussionsstoff bietet , zum anderen weil eines von vielen Tabuthemen in unserer Gesellschaft nicht nur offen schildert ,sondern zeigt, wie junge Leute damit umgehen.

Mein Fazit: ein berührendes und schonungslos ehrliches Buch, dass uns zeigt, wie nah Glück und Trauer beieinander liegen, und dass es im Leben immer irgendwie weiter geht.


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3 Kommentare zu „Mein Herz hämmert, dass es weh tut

  1. Hey:)
    Schöne Rezi, dass Buch klingt wirklich interessant^^
    Ich habe dich gerade zum „Liebster Award“ nominiert und würde mich freuen, wenn du mitmachst:D
    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag:)
    Liebe Grüße
    Natalie

    Gefällt mir

  2. Der Autor muss wirklich gut schreiben können, wenn er es schafft in einem so dünnen Buch, nicht nur die Story sondern auch die Gefühle so gut vermitteln kann.
    Eine sehr schöne Rezension.

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    Gefällt mir

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