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Hotline



Erscheinungsdatum:  3. November 2014

ISBN:  97833426514566
Autor : Jutta Maria Hermann
Verlag: Knaur TB
Format: TB/ 9,99€
Seiten: 336
Zielgruppe: Leser deutscher Psychothriller



Keine Polizei – never ever. So lautet die unumstößliche Maxime der Beichthotline. Aber was tun, wenn eine Anruferin ankündigt, ihr neugeborenes Kind lebendig zu vergraben? Ein schlechter Scherz, konstatiert Chris, Initiator der Hotline, als seine Freunde und Kollegen statt einer Kinderleiche eine lebensgroße Puppe auf dem Friedhof ausgraben. Dann meldet sich die mysteriöse Anruferin erneut und verkündet, dies sei erst der Anfang …


(© Knaur TB)

Als ich das erste Mal von Jutta Maria Hermanns Debüt-Roman lass, dachte ich: „Endlich mal wieder ein deutscher Krimi der in thematischer Hinsicht neue Wege geht“. Schauplatz dieses Psychothrillers ist eine von den 4 Freunden Chris, Paula, Rick und Konrad angemietete Wohnung, die als Zentrale Ihrer „Beicht-Hotline“ ist. Die oberste Regel dabei lautet, dass keiner der Mitarbeiter, egal welches Geheimnis ein Anrufer Ihnen preisgibt, die Polizei einschaltet. Bis Rick eines Tages eine Frau in der Leitung hat, die damit droht Ihr neugeborenes Kind zu vergraben.

Die Figurenkonstellation versprach für mich keine Überraschungen: 
Konrad und Paula als Paar die Ihr erstes Kind erwarten, 
 Chris und Rick die sich schon aus Schulzeiten kennen
und Rick der heimlich in Paula verliebt ist,
 entsprechen eher Durchschnittstypen.
 Auch das jeder der Vier Personen  privat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, wie der Leser sehr schnell im Verlauf der Handlung erfährt, war für mich kein neuer Kniff der Autorin. 
Der chronologische Erzählstil wird schließlich durch gedankliche Einschübe der Täterin, die von sich selber in der 3. Person erzählt, unterbrochen. So erhält der Leser nicht nur einen Einblick in deren Gedankenwelt, sondern (Leider)  auch sehr schnell einen Eindruck davon, bei wem es sich um die Täterin handeln könnte.
Die einzelnen Kapitel wurden sehr kurz und knapp gehalten,was ich grundsätzlich in Büchern nicht als störend empfinde. Bei „Hotline“ hatte ich allerdings immer das Gefühl, gerade wenn die Story versprach an Fahrt aufzunehmen, durch das abrupte Ende eines Kapitels aus der Handlung herausgerissen zu werden. Hier hätte ich mir eine Detailreichere Ausarbeitung Seitens der Autorin gewünscht, die dann vielleicht zu etwas mehr Tiefgang geführt hätte.
Leider wirkte die Handlung im Verlauf sehr konstruiert und vorhersehbar auf mich. Auch die bei einem Psychothriller erwartete Spannung, und der Nervenkitzel ließen leider nahezu vergebens auf sich warten. Erst zum Ende hin  nimmt die Story diesbezüglich an Fahrt auf. Vergeblich, denn der Leser ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht nur, wer die Täterin ist, ich wusste es leider auch schon relativ früh. Somit war das Ende für mich spannungslos und eintönig. Auch die Beweggründe der Täterin waren für mich nicht überraschend, und boten keinerlei Abwechslung.

Mein Fazit:
Versprochen hatte ich mir einen rasanten, deutschen Psychothriller vor der interessanten Kulisse einer Beicht-Hotline. 
Gefunden habe ich dann leider nur einen durchschnittlichen Thriller mit zu geringen Spannungsanteilen und Stereotypen Charakteren, in dem der vielversprechende Schauplatz einer Beicht-Hotline sehr schnell in den Hintergrund tritt.

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3 Kommentare zu „Hotline

  1. Huhu,
    das Buch hört sich im ersten Moment total spannend an, allerdings mag ich deutsche Bücher sowieso nicht besonders, daher bleibe ich lieber bei meinen britischen und amerikanischen Thrillern:)

    Liebe Grüße

    Gefällt mir

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